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Warum ist allein die islamische Geschlechtertrennung ein Problem?

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بسم الله الرحمن الرحيم

 Pressemitteilung

Warum ist allein die islamische Geschlechtertrennung ein Problem?

Am Dienstag, den 4. April, lenkten die Medien im Allgemeinen und das Fernsehen in der Sendung ”Kalla Fakta” im Besonderen die Aufmerksamkeit darauf, dass die Al-Azhar-Schule getrennte Sitzplätze für Jungen und Mädchen im Schulbus vorsieht, dass eine Cafeteria in Tensta Männer und Frauen auf getrennte Sitzplätze verweist und dass ”Moralpolizisten” die Vororte durchstreifen. Stefan Löfven beeilte sich, dies als abscheulich zu bezeichnen. Gustav Fridolin war ebenfalls schnell darin, dies als inakzeptabel zu betiteln.

Hält Stefan Löfven etwa auch den Anfang 2015 gegründeten Jugendverein, der im gleichen Programm des Senders TV4 zur Sprache kam und ausschließlich für Mädchen ist, für abscheulich? Dabei wissen wir, dass sogar seine Parteikollegin Anna Jonason diese Idee unterstützte. Was denkt Gustav Fridolin über Awad Hersi von der Grünen Partei, der das Vorhaben ebenso unterstützte? Ist das auch inakzeptabel? Vielleicht möchten Stefan Löfven und Gustav Fridolin vorschlagen, dass Zlatan Ibrahimovic und Lotta Schelin im selben gemischt-geschlechtlichen Nationalteam spielen. Das scheint allerdings nicht annähernd so abscheulich zu sein, da das Motiv dabei kein islamisches ist. Im Grunde müsste die Idee der Geschlechtertrennung doch genauso akzeptabel sein wie die zahlreichen, nach Geschlechtern getrennten Toiletten in ganz Schweden. Anfang Februar berichtete der SVT positiv über die Facebook-Gruppe ”Honesty & the bees”, die nur Frauen vorbehalten ist. Elza Dunkels, Dozentin und Internet-Forscherin an der Umeå Universität, unterstützte das Projekt und rückte es in ein positives Licht. Hat sich die Regierung denn nicht um die größeren Probleme zu kümmern, die wir in unserem letzten Video beleuchtet haben?

Die Frage lautet: Warum ist ausschließlich die islamisch motivierte Geschlechtertrennung ein Problem? Um diese Diskussion ernst nehmen zu können, muss auch die Frage erlaubt sein: Warum wird die widerwärtige Behandlung von Flüchtlingen an Schulen in Ronneby und Thoren Framtid, wo Flüchtlinge auf separate Eingänge verwiesen wurden, nicht als Problem wahrgenommen?

Aus den genannten Beispielen geht klar hervor, dass die Trennung an sich nicht das Problem verkörpert. Das Problem ist vielmehr, dass man etwas gegen den Islam hat! Erst vor wenigen Tagen gaben wir ein Video heraus, dass die wiederholten Angriffe auf den Islam und die Muslime in der schwedischen Gesellschaft beleuchtet. Nur einige Tage später begann in Schweden eine neue Kampagne damit, die islamischen Werte anzugreifen - offenbar in der Hoffnung, dass die muslimische Jugend mit diesen Werten brechen würde.

Mit solchen und ähnlichen Angriffen beabsichtigt man, die Muslime unter Druck zu setzen und sie vor die Wahl zu stellen: entweder unter Aufgabe des Islam ein ruhiges, problemfreies Leben zu führen oder - bei einem Festhalten daran - allerlei Repressionen und Anfeindungen ausgesetzt zu sein. Devin Rexvid, Forscher für Sozialarbeit an der Umeå Universität, kommentierte den Bericht in Bezug auf das Signal, dass die sogenannten ”Moralpolizisten” an Frauen in den Vororten aussenden, folgendermaßen: ”Wenn du nicht lebst, wie wir es sagen, wie wir es vorgeben, wie wir es erwarten, dann gehörst du nicht hierher.” Genau dieses Signal sendet aber die Gesellschaft an Muslime, die sich weigern, ihre islamischen Werte aufzugeben: Entweder sie passen sich an die Gesellschaft an, oder sie gehören nicht zu ihr. Einziger Unterschied zwischen beiden Signalen ist, dass ersteres bekanntermaßen nicht mit der Realität übereinstimmt. Jeder, der in den Vororten lebt, weiß, dass die Straßen voll von Frauen sind, die sich auf die verschiedensten Arten kleiden. Letzteres Signal an die Muslime dagegen ist inzwischen Realität.

Den Muslimen möchten wir sagen, dass diese widerholten Angriffe gegen den Islam sich nur deshalb zutragen, weil der Islam trotz aller Verunglimpfung fortlaufend im Wachsen begriffen ist. Wenn westlichen Politikern die Argumente ausgehen, greifen sie gerne auf Hetze und Angriffe zurück. Diese Erkenntnis sollte uns eine Quelle sein, aus der wir Kraft schöpfen für den Schatz, den wir tragen. Wir entschuldigen uns nicht dafür, Muslime zu sein, und sind an jedem Ort und zu jeder Zeit standfest in unserem Islam. Das werden wir auch in Zukunft sein.

Es ist unsere Pflicht, den Islam so zu präsentieren, wie er ist, ohne ihm etwas hinzuzufügen oder etwas wegzulassen. Allah rettete uns aus der Dunkelheit der Unwissenheit und brachte uns ins Licht des Islam. Lasst uns nicht unter dem Druck dieser Gesellschaft einknicken und zurück in die Unwissenheit fallen. Allah, der Erhabene, sagt:

﴿وَمَنْ أَحْسَنُ قَوْلًا مِّمَّن دَعَا إِلَى اللَّهِ وَعَمِلَ صَالِحًا وَقَالَ إِنَّنِي مِنَ الْمُسْلِمِينَ﴾

Und wer spricht bessere Worte als derjenige, der zu Allah aufruft, rechtschaffen handelt und sagt: “Gewiss doch, ich gehöre zu den Ergebenen.”(41: 33)

 

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