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Niederlande

H.  18 Dhu al-Hijjah 1439 No: 04/1439
M.  Mittwoch, 29 August 2018

 Presseverlautbarung

Warum wir auf den Karikaturenwettbewerb reagieren sollten

Geert Wilders von der rechtspopulistischen Partij voor de Vrijheid (Partei für die Freiheit) kündigte einen Karikaturenwettbewerb an, bei dem unser geliebter Prophet Muḥammad (s) abgebildet werden solle. Der Wettbewerb soll im Parlamentsgebäude in Den Haag stattfinden. Es ist nicht das erste Mal, dass Geert Wilders und seine Partei statt auf Anstand und Vernunft auf Hohn und Verunglimpfungen setzen. Es ist auch nicht das erste Mal, dass sich die muslimische Gemeinschaft unsicher ist, wie sie auf so etwas zu reagieren hat. Sollten wir einen Dorftrottel wie Geert Wilders ignorieren, oder aber unserer Stimme Gehör verschaffen?

Zieht man in Betracht, wie sensibel dieses Thema für die muslimische Gemeinschaft ist, und, dass der für die Veranstaltung angepeilte Termin der erste Tag des gesegneten Monats ramaḍān ist, so sollte klar sein, dass Geert Wilders mit einer solchen Tat nur zu provozieren versucht. Jedoch stellt sich die Frage, ob eine Reaktion auf diesen Karikaturenwettbewerb Geert Wilders automatisch in die Hände spielt? Ist es weise diesen Wettbewerb – wie manche meinen - gänzlich zu ignorieren?

Unserer Ansicht nach wäre dies ein fataler Fehler, da Wilders mit solch einer Provokation nicht notwendigerweise auf eine Reaktion von Seiten der Muslime abzielt, sondern vielmehr darauf, auf Akzeptanz und Passivität hinzuarbeiten. Daher sagte Wilders auch, dass man sich „in die westlichen Freiheiten nicht einmischen sollte“ und er mit seinen Beleidigungen fortfahren wird, bis die Muslime sich von diesen nicht länger angegriffen fühlen und ein solches Vorgehen stillschweigend hinnehmen. Anders ausgedrückt erhofft sich Wilders durch solche Provokationen zu erreichen, dass die Muslime kapitulieren und das Konzept der Meinungsfreiheit übernehmen. Daher meinen wir würde es Wilders in die Hände spielen, wenn wir eine solche Aktion unbeantwortet ließen.

Reagieren die Muslime auf diese widerwärtigen Karikaturen, wird Wilders die Reaktion der Muslime aufgreifen und der Öffentlichkeit versuchen zu zeigen, dass die Muslime die westlichen Werte ablehnen und gegen das Konzept der „Meinungsfreiheit“ sind. Ferner wird Wilders die Tatsache hervorheben, dass eine gewaltige Anzahl von Muslimen aus Solidarität für ihren Propheten auf die Barrikaden geht. Aus dieser Perspektive betrachtet würde Geert Wilders vielmehr den Muslimen in die Hände spielen. Es würde nämlich aufzeigen, dass der Islam so etwas wie „Meinungsfreiheit“ nicht braucht, da der Islam einzig und allein auf göttlicher Offenbarung basiert. Der Islam verbietet es uns, Menschen zu beleidigen oder anzugreifen, die andere Vorstellungen oder Überzeugungen haben. Des Weiteren zeugt es von Entschlossenheit und Liebe gegenüber unserem Schöpfer (t), wenn wir uns für unseren Propheten (s) einsetzen. Wer würde davon mehr profitieren? Wilders oder die Muslime?

Wie kommt es, dass die Normen und Werte der Muslime gegen sie verwendet und als etwas Schlechtes dargestellt werden können? Nur jemand, der die Maßstäbe des Westens zu seinen eigenen gemacht hat, würde so etwas tun.

Mal abgesehen davon ist Wilders kein Außenseiter. Wilders ist nicht der einzige der sich bemüht, die Muslime und den Islam auf jede erdenkliche Weise schlechtzumachen oder zu beleidigen. Er beleidigt und verspottet den Islam, was dann vom liberal-säkularen System als „Meinungsfreiheit“ abgetan und geschützt wird. Dann heißt es von Seiten der Regierungen und Politiker, dass wir dies zu akzeptieren haben oder verschwinden sollen. Zudem bieten sie Leuten wie Wilders die Möglichkeit, das Parlament als Veranstaltungsort für seinen widerwärtigen Karikaturenwettbewerb zu nutzen.

Stef Blok, der Minister für auswärtige Angelegenheiten der Niederlande sagte, dass ein solcher Karikaturenwettbewerb geschmacklos wäre, man „das Recht auf freie Meinungsäußerung jedoch sehr wertschätze“. Ministerpräsident Mark Rutte bestätigte dies indem er sagte: „…die Muslime müssen sich ein dickes Fell zulegen. Das ist Teil der westlichen Gesellschaft, in der die Meinungsfreiheit herrscht.

Aus diesem Grund dürfen die Muslime ein solches Vorgehen keinesfalls unbeantwortet lassen, insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass die niederländische Politik im Laufe des letzten Jahrzehnts mehr und mehr anti-islamisch geworden ist. Diese Politik dient einzig dem Zweck, die muslimische Gemeinschaft an die „niederländischen“ Normen und Werte anzupassen.

Hizb-ut-Tahrir / Niederlande ruft die Muslime nun schon seit vielen Jahren dazu auf, eine Einheit zu bilden und sich gemeinsam für ihre Interessen einzusetzen. Wenn wir an einem Strang ziehen, können wir unseren Propheten (s) deutlicher und effektiver denn je verteidigen. Doch solange diese Einheit noch nicht zustande gebracht wurde, sollten sich die Muslime allen legalen Mitteln bedienen, die ihnen individuell oder als Gruppe zur Verfügung stehen, um sich für die Ehre unseres Propheten (s) einzusetzen. Auf diese Weise können wir der Öffentlichkeit zeigen, dass wir - als muslimische Gemeinschaft - ein solches Verhalten nicht tolerieren werden. Auch sollten wir versuchen, unserem Standpunkt von außerhalb der Niederlande Gehör zu verschaffen, so, dass eventuell auf internationaler Ebene Druck auf die niederländische Regierung ausgeübt wird.

Wir hoffen inständig, dass Allah (t) unsere Bemühungen, Seinen Gesandten (s) zu beschützen, akzeptiert.

Okay Pala

Mediensprecher von Hizb-ut-Tahrir / Niederlande

المكتب الإعلامي لحزب التحرير
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