Sunday, 02 Ramadan 1438 | 28/05/2017
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Die Rolle der muslimischen Frau : Teil 1

بسم الله الرحمن الرحيم

Die Rolle der muslimischen Frau zur Wiedererrichtung des islamischen Staates

Kapitel 1 - Die Verantwortung der muslimischen Frauen basierend auf der islamischen Aqida

Allah (swt) sagt:

{وَمَن يَدْعُ مَعَ اللَّـهِ إِلَـٰهًا آخَرَ لَا بُرْهَانَ لَهُ بِهِ فَإِنَّمَا حِسَابُهُ عِندَ رَبِّهِ إِنَّهُ لَا يُفْلِحُ الْكَافِرُونَ}

Und wer neben Allah einen anderen Gott anruft, für den er keinen Beweis hat, dessen Abrechnung liegt nur bei seinem Herrn. Gewiß, den Ungläubigen wird es nicht wohl ergehen." (Sure Al-Muminun, 23:117)

{أَإِلَـٰهٌ مَّعَ اللَّـهِ قُلْ هَاتُوا بُرْهَانَكُمْ إِن كُنتُمْ صَادِقِينَ}

„Gibt es denn einen (anderen) Gott neben Allah? Sag: Bringt euren Beweis vor, wenn ihr wahrhaftig seid." (Sure An-Naml, 27:64)

Jeder Mensch, gleich ob Mann oder Frau, ist für seine Taten vor Allah (swt) verantwortlich. Jedes Individuum wird über die Aqida (Glaubensfundament), den Glauben, befragt. Vor Allah (swt) gibt es diesbezüglich keine Entschuldigung.Allah (swt) fordert einen eindeutigen Beweis (Burhaan) von jedem, der einen anderen Gott anruft. Dies bedeutet, dass jeder Mensch über dieses Thema nachdenken und sich mit den beiden Begriffen, Burhaan und Sultan, die Allah (swt) im Qur'an gebraucht, auseinandersetzen muß. Allah (swt) fordert von uns „Daleel Qatai" einen „eindeutigen Beweis", und verurteilt Vermutungen (Dhann).

Allah (swt) sagt:

وَمَا يَتَّبِعُ أَكْثَرُهُمْ إِلَّا ظَنًّا إِنَّ الظَّنَّ لَا يُغْنِي مِنَ الْحَقِّ شَيْئًا إِنَّ اللَّـهَ عَلِيمٌ بِمَا يَفْعَلُونَ} 

„Und die meisten von ihnen folgen nur Mutmaßungen. Aber Mutmaßungen nützen nichts gegenüber der Wahrheit." (Sure Yunus, 10:36)

Allah (swt) sagt weiter:

إِنَّمَا الْمُؤْمِنُونَ الَّذِينَ آمَنُوا بِاللَّـهِ وَرَسُولِهِ ثُمَّ لَمْ يَرْتَابُوا}

„Die (wahren) Gläubigen sind ja diejenigen, die an Allah und Seinen Gesandten glauben und hierauf nicht zweifeln." (Sure Al-Hugurat, 49:15)

Diese Verantwortlichkeit liegt sowohl beim Mann, als auch bei der Frau. Alle gläubigen Frauen in unserem heiligen Qur'an und in der Sira des Propheten Muhammads (sas) glaubten mit ihrem eigenen Verstand und ohne jegliche Zweifel an Allah (swt). Sie hielten daran fest, trotz des Elends, das sie aufgrund ihres Glaubens erleiden mussten.

Im Qur'an verdeutlicht Allah (swt) dies anhand des Beispiels von Asiyah (ra), der Ehefrau des Pharaos, die im Gebet sprach:

رَبِّ ابْنِ لِي عِندَكَ بَيْتًا فِي الْجَنَّةِ وَنَجِّنِي مِن فِرْعَوْنَ وَعَمَلِهِ وَنَجِّنِي مِنَ الْقَوْمِ الظَّالِمِينَ}

„Mein Herr, baue mir bei Dir ein Haus im (Paradies)garten, und errette mich von Fir'aun und seinem Werk, und errette mich von dem Volk der Ungerechten." (Sure At-Tahrim, 66:11)

Allah (swt) verweist ebenfalls auf Maryam, Isas Mutter:

وَمَرْيَمَ ابْنَتَ عِمْرَانَ الَّتِي أَحْصَنَتْ فَرْجَهَا فَنَفَخْنَا فِيهِ مِن رُّوحِنَا وَصَدَّقَتْ بِكَلِمَاتِ رَبِّهَا وَكُتُبِهِ وَكَانَتْ مِنَ الْقَانِتِينَ}

„Und (auch von) Maryam, Imrans Tochter, die ihre Scham unter Schutz stellte, worauf Wir in sie von Unserem Geist einhauchten. Und sie hielt die Worte ihres Herrn und Seine Bücher für wahr und gehörte zu den (Allah) demütig Ergebenen." (Sure At-Tahrim, 66:12)

Diese Frauen litten auf dem Weg der Wahrheit unter jeglichen Erschwernissen, aber dennoch blieben sie standhaft und Allah (swt) lobt dies in Seinem (swt) Buch.

Die erste Person, die den Islam annahm, war eine Frau, Khadijah (ra). Die erste Märtyrerin im Islam war ebenfalls eine Frau, Sumayya (ra). In der Geschichte des Islam spielten die Frauen eine aktive und wichtige Rolle. Sie stellen ehrenhafte Beispiele für uns dar, die deutlich machen wie stark der Glaube einer aufrichtigen Frau sein kann.

Fatima (ra), Al Khattabs Tochter, nahm den Islam an, obwohl ihr Bruder Umar (r) zu dem Zeitpunkt immer noch ein Ungläubiger war. Es wurde berichtet, dass Umar (r) von Ibn Abbas gefragt wurde, auf welche Art und Weise er zum Islam gekommen ist.

Umar (r) sagte: „Drei Tage nachdem Hamza (r) den Islam angenommen hat, ging ich aus dem Haus um einen Mann, dem Makhzumi-Stamm angehörend, zu treffen." Ich fragte ihn: „Ziehst du den Glauben Muhammads dem deiner Vorväter vor?" Der Makhzumi antwortete: „Jemand der noch enger mit dir verwandt ist als ich es bin hat dies getan." Ich fragte ihn wer dies sei. „Deine Schwester und dein Schwager", sagte der Makhzumi. Ich eilte zurück und fand die Haustür meiner Schwester verriegelt vor. Es drangen Stimmen nach außen. Als die Tür später geöffnet war, trat ich ins Haus hinein und fragte: „Was habe ich gehört?" Meine Schwester erwiderte: „Du hast nichts gehört." Während wir diskutierten, schlug ich sie auf den Kopf, woraufhin sie trotzig sagte: „Wir bleiben weiterhin dabei, gleich ob es dir gefällt oder nicht." Ich war erfüllt mit Reue als ich sie bluten sah und sagte zu ihr: „Zeig mir die Schrift." Umar (r) erzählte sodann das gesamte Ereignis. (Al-Isabah Fi Tamyeez Al Sahaba wurde künftig von Ibn-Hajar Al Asqalani als Al-Isabah zitiert).

Trotz des Widerstands ihres Bruders blieb Fatima (ra) standhaft in ihrem Glauben und ließ sich auch von seinen Aggressionen nicht davon abbringen. Es gibt weitere Beispiele von Frauen, die aus eigener Überzeugung zum Glauben gekommen sind.

Umm-Habiba (ra), Abu Sufyans Tochter, nahm den Islam an, obwohl ihr Vater zu dem Zeitpunkt ein Heide war. Während sich Umm-Habiba im Exil befand und ihr Ehemann zum Christentum konvertierte, hielt sie standhaft am Islam fest. Ihr Ehemann Ubaidullah bin Jahash wanderte mit ihr nach Abessinien aus, um aufgrund des Islams nicht mehr verfolgt zu werden. Dort verleugnete er jedoch den Islam und konvertierte zum Christentum, der Religion der Abbessinier. Er versuchte sie zu überreden ebenfalls zu konvertieren, woraufhin sie aber weiterhin am Islam festhielt. Genauso standhaft blieb sie auch nach all dem Leid, das sie im Exil ertragen musste (Tareekh Al Tabari).

Umm-Kulthum bint Ugba bin Abi Mait (ra) nahm ebenfalls den Islam an, obwohl ihre gesamte Familie an ihrem ursprünglichen Vielgötterglauben festhielten. Sie wanderte nach Medina aus, wo sie ihr Leben nach islamischen Regeln ausrichten konnte.

Viele Frauen nahmen den Islam an und wurden auf Grund dessen gefoltert. Eine der bekanntesten Frauen war die Märtyrerin Sumayya bint Khubat (ra). Sie war Ammar bin Yasirs Mutter und die siebte Person, die den Islam angenommen hat. Der Al-Mughira Clan folterte sie. Mehrere Menschen wurden Augenzeugen darüber, wie sie vor den Augen ihres Sohnes und ihres Mannes in der heißen Wüste Mekkas gefoltert wurde. Der Prophet (sas) tröstete sie, indem er sagte: „Oh, ihr Yasirs, ertragt dieses Leid geduldig, denn Allah hat euch dafür das Paradies versprochen." Sumayya (ra) war alt und schwach. Abu Jahl gehörte ebenfalls zu denen, die sie folterten. Sie erlag den schweren Verletzungen der Folter, starb daran und wurde somit die erste Märtyrerin im Islam.

Des Weiteren gab es Harithah bint Al-Muammil (ra), die Schwester von Umm-Ubais, auch bekannt als Zunairah Al Romiyah. Sie war eine Sklavin und eine der frühesten Anhänger des Islam, wofür sie ebenfalls gefoltert wurde. Abu Jahl schlug sie mehrmals, ebenso Umar (r), bevor er den Islam annahm. Nachdem sie den Islam angenommen und dafür stark gefoltert wurde, verlor sie sogar ihr Sehvermögen.

Die Stärke dieser Frauen, so wie auch vieler muslimischer Frauen heute, die aufgrund ihres Dins unterdrückt werden, begründet sich in dem unerschütterlichen Bekenntnis an die Existenz Allahs (swt), den er uns im Qur'an anbefohlen hat. Diese Erkenntnis erlangen wir indem wir unseren Verstand dazu nutzen unsere Realität zu hinterfragen, um somit zu der eindeutigen Schlussfolgerung zu gelangen, dass Allah (swt) ohne Zweifel existiert. Der Qur'an fordert uns dazu auf, die Realität zu betrachten und über die Schöpfung nachzudenken, denn nur dann erkennen wir den eindeutigen Beweis, dass Allah (swt) existiert.

Allah (swt) sagt:

{إِنَّ فِي خَلْقِ السَّمَاوَاتِ وَالْأَرْضِ وَاخْتِلَافِ اللَّيْلِ وَالنَّهَارِ لَآيَاتٍ لِّأُولِي الْأَلْبَابِ}

„In der Schöpfung der Himmel und der Erde und in dem Unterschied von Nacht und Tag liegen wahrlich Zeichen für diejenigen, die Verstand besitzen." (Sure Al-i-Imran, 3:190)

Sobald der Mensch von Allah (swt) überzeugt ist, wird er ebenfalls davon überzeugt sein, dass der einzigartige Qur'an als Offenbarung von Allah (swt) herabgesandt wurde. Das Wunder des Qur'an wird durch die sprachliche Erhabenheit deutlich. Allah (swt) fordert diejenigen, die Zweifel daran haben, dass das Buch von Ihm (swt) stammt, auf, zumindest eine Sure hervorzubringen, die dem Qur'an ähnelt. Die Araber, die besonders stolz auf ihre Redegewandtheit und Ausdrucksweise waren, waren dieser Herausforderung nicht gewachsen. Kein Mensch war in mehr als 1400 Jahren je in der Lage diese Herausforderung zu bewältigen. Der Qur'an ist eindeutig die Offenbarung Allahs (swt). Es ist das Buch, welches all diejenigen führt, die aufrichtig danach streben Allah (swt) anzubeten.

Muhammad (sas) überbrachte die Botschaft des Qur'an die Menschheit und wurde von da an der Gesandte Allahs (swt). Der Qur'an ist ein Beweis dafür, dass Muhammad (sas) der Überbringer dieser Botschaft war.

Sobald die Aqida aus tiefster Überzeugung akzeptiert und verstanden wird, stellt sie die stärkste Basis für unsere Gedanken und Handlungen dar. Alles was der Muslim denkt und fühlt und jede Tat, die er begeht, stammt aus der Aqida. Die Kriterien für seine Handlungen sind „Halal und Haram". Er unterlässt Haramtaten und übt die Handlungen aus, welche von Allah (swt) für Halal erklärt worden sind. Somit entwickelt der Muslim eine starke islamische Persönlichkeit.

Allah (swt) sagt im Qur'an:

فَمَن يَكْفُرْ بِالطَّاغُوتِ وَيُؤْمِن بِاللَّـهِ فَقَدِ اسْتَمْسَكَ بِالْعُرْوَةِ الْوُثْقَىٰ لَا انفِصَامَ لَهَا}

„Wer also falsche Götter verleugnet, jedoch an Allah glaubt, der hält sich an der festesten Handhabe, bei der es kein Zerreißen gibt." (Sure Al-Baqara, 2:256)

وَمَا خَلَقْتُ الْجِنَّ وَالْإِنسَ إِلَّا لِيَعْبُدُونِ}

„Und Ich habe die Ginn und die Menschen nur (dazu) erschaffen, damit sie Mir dienen." (Sure Ad-Dariyat, 51:56)

Diese Aya im Qur'an sagt eindeutig aus, was Allah (swt) von Seinen Geschöpfen fordert. Wir wurden nur erschaffen, um Allah (swt) zu dienen. Wie tun wir das? Allah (swt) erklärt uns im Qur'an, dass die Verehrung durch den Gehorsam gegenüber Allahs (swt) Gesetzen und die völlige Hingabe Seiner Lebensordnung (Din) erfolgt.

Allah (swt) spricht:

{قُلْ إِنِّي أُمِرْتُ أَنْ أَعْبُدَ اللَّـهَ مُخْلِصًا لَّهُ الدِّينَ}

„Sag: Mir ist befohlen worden, Allah zu dienen und dabei Ihm gegenüber aufrichtig im Din zu sein." (Sure Az-Zumar, 39:11)

{ وَأَنِ احْكُم بَيْنَهُم بِمَا أَنزَلَ اللَّـهُ وَلَا تَتَّبِعْ أَهْوَاءَهُمْ وَاحْذَرْهُمْ أَن يَفْتِنُوكَ عَن بَعْضِ مَا أَنزَلَ اللَّـهُ إِلَيْكَ}

„Und so richte zwischen ihnen nach dem, was Allah (als Offenbarung) herabgesandt hat, und folge nicht ihren Neigungen, sondern sieh dich vor ihnen vor, dass sie dich nicht der Versuchung aussetzen (abzuweichen) von einem Teil dessen, was Allah zu dir (als Offenbarung) herabgesandt hat!" (Sure Al-Ma'ida, 5:49)

Der Islam ist ein vollständiger Din, eine komplette Lebensordnung, und Allah (swt) verurteilt diejenigen, die dem Islam nur teilweise nachgehen und ihn nicht als Ganzes betrachten.

Allah (swt) sagt:

{أَفَتُؤْمِنُونَ بِبَعْضِ الْكِتَابِ وَتَكْفُرُونَ بِبَعْضٍ فَمَا جَزَاءُ مَن يَفْعَلُ ذَٰلِكَ مِنكُمْ إِلَّا خِزْيٌ فِي الْحَيَاةِ الدُّنْيَا وَيَوْمَ الْقِيَامَةِ يُرَدُّونَ إِلَىٰ أَشَدِّ الْعَذَابِ وَمَا اللَّـهُ بِغَافِلٍ عَمَّا تَعْمَلُونَ}

„Glaubt ihr denn an einen Teil der Schrift und verleugnet einen anderen? Wer von euch aber solches tut, dessen Lohn ist nur Schande im diesseitigen Leben. Und am Tag der Auferstehung werden sie der schwersten Strafe zugeführt werden. Und Allah ist nicht unachtsam dessen, was ihr tut." (Sure Al-Baqara, 2:85)

Es ist dem Muslim nicht erlaubt, nur einige Teile des Dins zu praktizieren und den anderen Teil zu ignorieren. Eine muslimische Frau hat etliche Aufgaben zu erfüllen; sie ist eine Gläubige, die ihre persönliche Ibada Allah (swt) gegenüber tätigen muss. Sie muss beten und fasten, die Hajj vollziehen und die Nawafil Handlungen ausüben, wodurch sie Allah (swt) näher kommt. Sie liest im Qur'an, macht Dua, gibt Almosen und fastet. Sie muss ebenfalls ihren Verpflichtungen als Tochter nachkommen und ihren Eltern gegenüber Gehorsam leisten. Sie ist zusätzlich eine Schwester, eine Nichte, eine Enkelin und muss diese Beziehungen im islamischen Rahmen pflegen. Sie ist eine Ehefrau und muss den Verantwortungen in der Ehe gerecht werden. Ebenso auch wenn sie Mutter wird. Auch in der Gesellschaft interagiert sie, indem sie dem Kalifen gehorcht. Sie studiert in der Schule oder in der Universität. Sie tätigt ihre Einkäufe auf dem Markt und anderswo; für all diese Beziehungen und Transaktionen gelten islamische Gesetze als Maßstab. Es gibt keinen Bereich im Leben einer muslimischen Frau außerhalb der islamischen Regeln. Das Prinzip der islamischen Scharia, nämlich das jede Handlung einen Beweis erfordert, verlangt von uns, sicherzugehen, dass jede Handlung, die wir begehen, mit dem Islam vereinbar ist.

Aischa (ra) berichtet, dass RasulAllah (sas) sagte: „Jede Handlung, die nicht auf unserer Ordnung (Angelegenheit) beruht, wird zurückgewiesen." [Bukhari]

Der Satz „Oh, ihr Gläubigen" richtet sich sowohl an Männer als auch an Frauen, sodass die Worte „Oh, ihr gläubigen Frauen" nicht notwendig sind. Werden in der arabischen Sprache die Männer direkt angesprochen, so gilt dies ebenfalls für die Frauen. Werden aber nur die Frauen erwähnt, so betrifft es jedoch nicht die Männer.

Aus diesem Grund richten sich Sätze im Heiligen Qur'an wie „Oh, du Gläubiger...", „Oh, ihr Menschen...", „Und töte nicht die Seele...", „Und wer würde etwas besseres sagen als derjenige, der Allah dient, eine gute Tat vollbringt,...", „Und gehorche Allah, und gehorche dem Gesandten und denen, die unter euch Befehlsgewalt besitzen...", „Und verrichte das Gebet und entrichte die Zakat..." oder Sätze aus den Ahadith des Gesandten Allahs (sas) wie „Ein Muslim ist der Bruder des anderen Muslims...", „Derjenige, der an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, soll Gutes sprechen oder schweigen.", „Sich Wissen anzueignen ist eine Pflicht für jeden Muslim.", „Verbreitet den Friedensgruß unter euch" usw. sowohl an Männer als auch an Frauen, obwohl im Arabischen die maskuline Form verwendet wird. Hierüber sind sich die islamischen Gelehrten einig.

Es gibt gewisse Regeln, die nur Männer einhalten müssen und genauso Regeln, nur Frauen betreffend. Männer sind Beschützer und Versorger der Frauen. Männer zahlen die Brautgabe und haben das Recht zur Scheidung. Sie müssen im Gegensatz zu den Frauen, keine vorgegebene Zeitspanne (Iddat) abwarten, nachdem die Ehefrau verstorben ist oder nach der Scheidung. Die Aura (Sattar) einer Frau unterscheidet sich ebenfalls von der des Mannes. Genauso auch wie das Gesetz bezüglich der Zeugenaussage. Die Frau kann zu bestimmten Zeiten (Menstruation, Wochenbett,...) weder beten, noch fasten, der Mann jedoch schon. Die Aufteilung des Erbes fällt für Mann und Frau ebenfalls unterschiedlich aus. Die Regeln für Männer und Frauen sind in der Scharia verankert.

Es stellt für uns eine Pflicht dar, uns mit diesen Regeln auseinander zu setzen, damit wir diese auch gewissenhaft umsetzen können. Wir können uns nicht damit entschuldigen, dass wir etwas nicht wussten, denn Allah (swt) hat uns befohlen, nur nach dem Islam zu handeln und jede Tat, die vom Kufr stammt, abzulehnen. Um diesem Befehl nachzukommen, müssen wir uns Wissen aneignen (Fard ayn). Die ist eine Verpflichtung für alle Muslime, Männer und Frauen. Es gibt viele „Faraidh", bei denen sich alle Muslime einig sind, wie fasten, beten, Hajj etc., aber auch andere, die vernachlässigt werden oder den Menschen nicht einmal bewusst sind. Unsere Pflicht ist es, uns bezüglich der „Faraidh", die wir erfüllen müssen, Wissen anzueignen.

Die Persönlichkeit eines gläubigen Muslims basiert auf der islamischen Aqida. Unsere Gedanken und Emotionen sollten durch den Islam gesteuert werden, sodass dies in unseren Handlungen und unserem Verhalten sichtbar wird.

Allah (swt) sagt:

{وَمَا كَانَ لِمُؤْمِنٍ وَلَا مُؤْمِنَةٍ إِذَا قَضَى اللَّـهُ وَرَسُولُهُ أَمْرًا أَن يَكُونَ لَهُمُ الْخِيَرَةُ مِنْ أَمْرِهِمْ وَمَن يَعْصِ اللَّـهَ وَرَسُولَهُ فَقَدْ ضَلَّ ضَلَالًا مُّبِينًا  }

„Weder für einen gläubigen Mann noch für eine gläubige Frau gibt es, wenn Allah und Sein Gesandter eine Angelegenheit entschieden haben, die Möglichkeit, in ihrer Angelegenheit zu wählen. Und wer sich Allah und Seinem Gesandten widersetzt, der befindet sich in deutlichem Irrtum." (Sure Al-Ahzab, 33:36)

Die Beziehung zwischen Glaube und Tat wird durch folgende Aya klar:

فَلَا وَرَبِّكَ لَا يُؤْمِنُونَ حَتَّىٰ يُحَكِّمُوكَ فِيمَا شَجَرَ بَيْنَهُمْ ثُمَّ لَا يَجِدُوا فِي أَنفُسِهِمْ حَرَجًا مِّمَّا قَضَيْتَ وَيُسَلِّمُوا تَسْلِيمًا}

„Aber nein, bei deinem Herrn! Sie glaubten nicht eher, bis sie dich über das richten lassen, was zwischen ihnen umstritten ist, und hierauf in sich selbst keine Bedrängnis finden durch das, was du entschieden hast, und sich in voller Ergebung fügen." (Sure An-Nisa, 4:65)

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