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Wilaya Afghanistan

H.  14 Sha'aban 1447 No: Afg. 1447 / 07
M.  Montag, 02 Februar 2026

Presseverlautbarung

Eine auf dem Islam basierende Politik macht das Durchbrechen aufgezwungener Grenzen notwendig, statt diese noch zu verschließen!

(Übersetzt)

Seit Mitte Oktober – infolge heftiger Grenzkämpfe, pakistanischer Luftangriffe innerhalb Afghanistans und Vergeltungsmaßnahmen afghanischer Streitkräfte – bleiben die wichtigsten Übergangspunkte entlang der Durand-Linie geschlossen. Dies führte zum vollständigen Erliegen des bilateralen Handels, durchschnitt familiäre Bande sowie Reisewege zur medizinischen Versorgung und verursachte den Muslimen auf beiden Seiten massive monatliche Verluste in dreistelliger Millionenhöhe.

Wir verurteilen die Politik beider Länder aufs Schärfste, welche die Grenze seit fast dreieinhalb Monaten geschlossen hält und damit den Muslimen auf beiden Seiten schweren Schaden zufügt. Wir betrachten dies als einen eklatanten Widerspruch zu den islamischen Werten und Rechtssprüchen – eine Politik, welche die Spaltung befeuert und negative Stimmungen zwischen muslimischen Geschwistern schürt.

Die pakistanische Regierung hat die Grenze geschlossen, um von der afghanischen Führung glaubwürdige Sicherheitsgarantien gegen die Tehrik-i-Taliban Pakistan (TTP) zu erpressen, die nach pakistanischer Behauptung Angriffe von afghanischem Boden aus organisiert. Doch die wahren Motive der pakistanischen Machthaber liegen tiefer:

Erstens: Innerhalb der pakistanischen Armee verfolgt ein bestimmter Kreis von Offizieren die US-Politik in der Region, um ihren amerikanischen Herren zu dienen und ihr eigenes politisches Überleben im Inland zu sichern. Dies geschieht unter dem Deckmantel der „Terrorismusbekämpfung“, doch die tatsächliche Last tragen die Muslime in Pakistan (insbesondere in den Stammesgebieten) sowie in Afghanistan. In der Realität hat die Führung der pakistanischen Armee die Rolle der Infanterie für die Sicherheitsprojekte der USA übernommen. Anstatt Allah (t), Seinem Gesandten (s) und den Gläubigen gegenüber treu zu sein, haben sich Pakistans militärische und politische Führer für die Loyalität gegenüber den Pharaonen der Neuzeit entschieden. So kommt es, dass die größte Armee der islamischen Welt, anstatt das unterdrückte Volk in Gaza zu verteidigen, dem sogenannten „Friedensrat für Gaza“ beigetreten ist, um die muǧāhidūn in Gaza zu entwaffnen und als Handlanger der Kolonialmächte zu fungieren.

Zweitens: Auf nationaler Ebene versucht die Armeeführung durch die Inszenierung einer scheinbaren „Sicherheitsbedrohung aus Afghanistan“, ihre harte Militär- und Sicherheitspolitik gegen das eigene Volk zu rechtfertigen und die Machtkonzentration in den Händen militärischer Institutionen zu zementieren. Im Schatten der ständigen Spannungen mit Afghanistan und Indien konnte Asim Munir seinen Einfluss ausweiten und die Macht innerhalb der Armee in einem beispiellosen Ausmaß zentralisieren – ein Ergebnis, das treffend als „stiller Putsch“ bezeichnet wird. Die Armeeführung provoziert Afghanistan gezielt, nicht um das Problem zu lösen, sondern um die Krise zu „verwalten“, da ihr Interesse in der Fortführung und Eskalation des Konflikts liegt.

Auf der anderen Seite haben die Machthaber Afghanistans, anstatt ein realistisches und strategisches Verständnis von der US-Politik zu entwickeln, unpolitische Maßnahmen ergriffen. Einerseits versuchen sie, nationalistische und antipakistanische Stimmungen zu schüren; andererseits bewegen sie sich in ihrer Außenpolitik auf eine überhastete Annäherung an Indien zu – ohne die sicherheitspolitischen Folgen abzuwägen und ohne die tiefsitzende Feindseligkeit des indischen Staates gegenüber den Muslimen aus einer islamrechtlichen Perspektive zu berücksichtigen. Infolgedessen sind die afghanischen Herrscher in eine Arena des Wettbewerbs eingetreten, deren Nutznießer allein die USA und Indien sind, während die Muslime in der Region großer Schaden trifft. Ein muslimischer Staatsmann betrachtet politische Angelegenheiten immer aus der Linse der islamischen ʿaqīda und nicht durch das Prisma nationaler Interessen.

Eine auf dem Islam basierende Politik macht erforderlich, dass die krebsgeschwürartige Durand-Linie – ein Erbe der britischen Kolonialherrschaft in Indien und eine Quelle der Spaltung – vollständig und unverzüglich beseitigt werden muss. Unsere deutliche Botschaft an die Machthaber in Afghanistan und Pakistan, die aufrichtig sind und deren Handlungsmaßstab allein der Islam und dessen Rechtssprüche sind, lautet: Verhindert die Fortsetzung der Spannungen und unternehmt Schritte zur Errichtung des rechtgeleiteten Kalifats. Auf dass Südasien, Afghanistan und Zentralasien zum Herzen dieses Kalifats werden – als Achse der Einheit und Würde für die Umma durch den ǧihād und das Sichtbarmachen der Religion (iẓhār ad-dīn).

﴿وَأَطِيعُوا اللَّهَ وَرَسُولَهُ وَلاَ تَنَازَعُوا فَتَفْشَلُوا وَتَذْهَبَ رِيحُكُمْ وَاصْبِرُواْ إِنَّ اللّهَ مَعَ الصَّابِرِينَ

Und gehorcht Allah und Seinem Gesandten, und streitet nicht miteinander, sonst werdet ihr den Mut verlieren, und eure Kraft wird vergehen. Und seid geduldig; gewiss, Allah ist mit den Geduldigen.(8:46)

Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir / wilāya Afghanistan

 

 

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