Sonntag, 15 Rabi' al-awwal 1442 | 01/11/2020
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Zentrales Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir

H.  10 Safar 1442 No: 1442AH/004
M.  Sonntag, 27 September 2020

Presseverlautbarung

Die Kopftuch-Paranoia der französischen Politiker verdeutlicht die Islamophobie und Bigotterie des Säkularismus

Am 17. September haben französische Parlamentsabgeordnete wieder einmal die rassistische, islamophobe Natur des extremistisch-säkularen Systems Frankreichs an den Tag gelegt, indem sie sich auf groteske Weise über die Anwesenheit einer Studentenvertreterin mit islamischer Kopfbedeckung im französischen Parlamentsgebäude aufregten. Angeführt von der Abgeordneten Anne-Christine Lang von Macrons Präsidentenpartei LREM verließen mehrere rechte Abgeordnete den Raum. Lang postete später ein Video auf Twitter, in dem sie sagte: „Ich kann es nicht akzeptieren, dass inmitten der Nationalversammlung, im Herzen der Demokratie... Wir können es nicht zulassen, dass eine Person im Hijab vor die parlamentarische Ausschusssitzung tritt“. In einem weiteren Tweet kommentiert sie: „Als Feministin, die die republikanischen Prinzipien, laizistischen Prinzipien und Frauenrechte wertschätzt, kann ich es nicht akzeptieren, dass jemand, mit einem Kopftuch bekleidet daherkommt - was für mich ein Symbol für Unterwerfung ist und bleibt- um an unserer Arbeit in der Nationalversammlung teilzunehmen.“ Die muslimische Frau mit dem Khimar (Kopftuch) ist Maryam Pougetoux. Sie war auf die Ausschusssitzung, die sich mit den Auswirkungen der Corona-Krise auf die Jugend befasste, eingeladen worden um für die französische Studentengewerkschaft (UNEF) zu sprechen. Diese muslimische Schwester war bereits zuvor im Jahr 2018 von mehreren politischen Gestalten, einschließlich dem Innenmister und der Ministerin für Gleichberechtigung, angegriffen worden, weil sie zur Führung der Studentengewerkschaft UNEF an der Pariser Universität Sorbonne gewählt worden war. Letzten Oktober wurde eine muslimische Mutter mit Kopftuch, die ihren Sohn auf dem Schulausflug in das Regionalparlament Bourgogne-Franche-Comte in Ostfrankreich begleitete, von einem rechtsextremen Politiker verbal angegriffen. Er forderte, sie müsse ihren Khimar „im Namen der laizistischen Prinzipien“ ablegen. Im selben Jahr machte Senatspräsident Gérard Larcher in Bezug auf den „Hijab“ klar, er sei „gegen alles, was Frauen einsperren könnte“.

Scheinbar haben sich Frankreichs extremistisch laizistische Politiker sämtlicher Lager in die Verbreitung ihres anachronistisch fabrizierten kolonialistischen Narrativs von der Unterdrückung der Frau durch die islamische Kleidung verbissen. Ist es nicht Zeit, endlich ins 21. Jahrhundert vorzurücken und zu realisieren, dass das, was das öffentliche Leben muslimischer Frauen stigmatisiert, marginalisiert und einschränkt, was sie in der Gesellschaft zu Bürgern zweiter Klasse degradiert und sie zwingt sich den rassistischen Diktaten opportunistischer Politiker zu unterwerfen, die ihre Spielchen auf den Köpfen der Minderheiten treiben nur um ihre Wahlaussichten zu verbessern, einzig ihre islamophoben Kommentare, Taten und Gesetze sind? Mehr noch, diese säkulare Besessenheit vom Kopftuch ist nichts weiter als schlecht maskierter, purer Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, verdeckt hinter einem dünnen Schleier von Feminismus- und Frauenrechten-Gelaber! Frankreichs islamophobische Leistungsbilanz ist aktenkundig. Tatsächlich hat Frankreich, seit es im November 2015 nationalen Notstand ausrief, unzählige diskriminierende Hausrazzien gegen Muslime durchgeführt und Hausarreste verhängt. Mehr als 5.000 muslimische Haushalte, Unternehmen und Gebetshäuser waren im Visier.

So wurden Muslime auch in vielen anderen säkularen Staaten - im Osten und im Westen - Opfer von diskriminierender und repressiver islamophober Politiken und Gesetze, einschließlich der Kopftuch- und Schleierverbote. All dies hebt wieder einmal die eingefleischte religiöse Intoleranz des säkularen Systems hervor, die in keiner Weise dazu geeignet ist die Menschheit zu führen. Was ist das für ein System, das beispielsweise Politiker hervorbringt, die eine religiöse Bekleidung gefährlicher erachten als die Auswirkungen einer ernsthaften Pandemie??? Mehr noch, welche irrwitzige Ideologie verachtet den Ausdruck von Sittsamkeit und billigt dabei den Ausdruck von Anstößigkeit und Verdorbenheit in jeglicher Form, einschließlich Pornographie, innerhalb ihrer Gesellschaft? Veranschaulicht wird diese verschrobene Moralansicht in den Worten des französischen Präsidenten Macron, der marktschreierisch Charlie Hebdo verteidigte, als dieser die widerlichen Karikaturen gegen unseren geliebten Propheten (saw) wiederveröffentlichte. Er begründete seine Verteidigung auf dem säkularen Prinzip der Meinungsfreiheit, wobei er zuvor behauptete, das Kopftuch (ein Kleidungsstück des Anstands), entspräche „nicht den Sitten unserer Landes.“

Uns Muslimen sollte dies eindringlich bewusst machen, dass dieses fehlerhafte, spaltende und anti-islamische säkulare System diametral im Widerspruch zu unserem Din steht, und wir deshalb seine Implementierung in unseren Ländern schlichtweg ablehnen müssen! Das einzige von Allah dem Erhabenen akzeptierte System, das auch die islamische Kleidung und alle in unseren Herzen verankerten islamischen Ansichten schützen wird, ist das Kalifat nach der Methode des Prophetentums. Allah (st) sagt,
(وَمَن يَبْتَغِ غَيْرَ الإِسْلاَمِ دِينًا فَلَن يُقْبَلَ مِنْهُ وَهُوَ فِي الآخِرَةِ مِنَ الْخَاسِرِينَ)„Und wer eine andere Religion als den Islam begehrt: nimmer soll sie von ihm angenommen werden, und im Jenseits wird er unter den Verlierern sein.“[Al-i Imran: 85]

Dr. Nazreen Nawaz

Leiterin der Frauenabteilung im Zentralen Medienbüro von Hizb ut Tahrir

المكتب الإعلامي لحزب التحرير
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