Sonntag, 28 Jumada al-awwal 1448 | 08/11/2026
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Zentrales Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir

H.  9 Jumada I 1448 No: 1448/AH/058
M.  Dienstag, 20 Oktober 2026

 

Presseverlautbarung

Das Hidschab-Verbot in Aserbaidschan offenbart, dass das säkulare System der Feind des Islam ist

(Übersetzung)

In Aserbaidschan sind landesweite Proteste gegen die Durchsetzung des Hidschab-Verbots an Schulen durch die Regierung ausgebrochen, wodurch Schülerinnen und Lehrerinnen, die einen Hidschab tragen, daran gehindert wurden, am Unterricht teilzunehmen. Im Internet kursierende Videos zeigen Schülerinnen, die ihre Lehrerinnen umarmen und weinen, während sie von den Schulen weggeschickt werden. Viele Schülerinnen und Schüler boykottierten aus Protest gegen diese Einschränkungen den Unterricht und forderten, dass ihre Klassenkameradinnen, die einen Hidschab tragen, wieder am Unterricht teilnehmen dürfen. Am 12. Oktober wurden nach Angaben des Innenministeriums allein in Baku 37 Personen festgenommen, die an diesen Protesten beteiligt waren, während Aktivisten von mehr als 200 Festnahmen berichteten. Shahizyar Huseynova, ist eine Mutter, die festgenommen wurde, nachdem sie vor einer Schule in Baku protestiert hatte, weil ihrer Tochter der Zutritt verweigert worden war. Ihrem Ehemann zufolge wird sie seit vier Monaten festgehalten, ohne dass die gegen sie erhobenen Vorwürfe mitgeteilt wurden. Ilkin Huseynov, ein Aktivist, der eine kostenlose Online-Plattform ins Leben rief, um ehrenamtliche Lehrkräfte mit Kindern zu verbinden, die vom Schulunterricht ausgeschlossen wurden – unter anderem wegen des Tragens des Hidschabs –, verschwand am 14. Oktober. Es wird davon ausgegangen, dass er vom Regime festgenommen wurde.

Im September dieses Jahres verabschiedete das Ministerkabinett den Beschluss Nr. 309, mit dem die Beschreibung der Schuluniformen für Schüler staatlicher Allgemeinbildungseinrichtungen geändert wurde. Dieser verbietet in Schulen Kleidung, die dem säkularen Prinzip der Allgemeinbildung widerspricht, im Einklang mit der weltlichen Grundlage des Staates. Am 9. Oktober gab die Bildungsbehörde der Stadt Baku bekannt, dass sie mit der Überwachung der Einhaltung dieser säkularen Kleiderordnung an öffentlichen Schulen beginnen werde.

O Muslime! Ist es nicht offensichtlich, dass der säkulare Glaube und seine Ordnung nicht unsere Überzeugungen repräsentieren? Vielmehr hat dieses System immer wieder seine Feindseligkeit gegenüber unserem Din gezeigt. Es widerspricht den Prinzipien und Gesetzen des Islam grundlegend und hat kein Recht, über unsere muslimischen Länder zu herrschen. Es ist ein System, das Mädchen und Frauen aus ihren Schulen und Arbeitsplätzen verjagt, nur weil sie sich im Gehorsam gegenüber dem Gebot ihres Herrn (Rabb) kleiden, und das Muslime ins Gefängnis wirft, weil sie ihren Din verteidigen. Es ist ein System, das alle Arten von Lastern in der Gesellschaft zulässt – einschließlich Alkohol und unrechtmäßiger Beziehungen –, aber dasjenige verbietet, was rechtschaffen und ehrenhaft ist, wie das Tragen des Hidschabs. Es ist ein System, das dem begrenzten und unbeständigen menschlichen Verstand anmaßt, mehr Recht zu haben, den Menschen Gesetze zu diktieren, als der Schöpfer der Menschheit, der Allwissende, der Allweise. Es ist ein System, das erklärt, Religion sollte keinen Platz in Schulen, an Arbeitsplätzen oder in öffentlichen Einrichtungen haben, während Allah (s.w.t.) einen Din offenbart hat, dessen Gesetze jeden Aspekt des Lebens prägen – den politischen, wirtschaftlichen, gerichtlichen, sozialen wie auch den Bildungsbereich. Und zwar so, dass es keine Trennung zwischen Religion und Staat geben kann:

(وَنَزَّلْنَا عَلَيْكَ الْكِتَابَ تِبْيَانًا لِّكُلِّ شَيْءٍ وَهُدًى وَرَحْمَةً وَبُشْرَى لِلْمُسْلِمِينَ)

„Und Wir haben dir das Buch [den Koran] herabgesandt als eine Klarstellung für alle Dinge, als Rechtleitung, Barmherzigkeit und frohe Botschaft für die Muslime.“ [An-Nahl: 89]

Das säkulare System schafft es nicht einmal, die grundlegenden Rechte muslimischer Frauen und Mädchen zu garantieren. Stattdessen verwehrt es ihnen Bildung, Beschäftigung und sogar die freie Bewegung, wenn sie an ihrer islamischen Kleidung festhalten. Dies wird in Ländern wie Frankreich, Belgien, Österreich, Dänemark, Aserbaidschan und anderen säkularen Staaten deutlich, welche Hidschab- und Niqab-Verbote eingeführt haben. Wie kann eine Ideologie oder ein System, das Menschen ihrer von Gott gegebenen Rechte raubt, sie aufgrund ihres religiösen Glaubens wie Bürger zweiter Klasse behandelt und seine eigenen Prinzipien und Freiheiten für die politischen Interessen der Herrschenden über Bord wirft, jemals als modern, zivilisiert und progressiv bezeichnet werden? Vielmehr dient dies als Beweis für den Extremismus des Säkularismus!

Zweifellos ist es das islamische System, das die Überzeugungen der Bevölkerung Aserbaidschans widerspiegelt und repräsentiert, von der 96 % Muslime sind. Und es ist das System, das ihren Din beschützen, ihren Gehorsam gegenüber Allah (s.w.t.) fördern und sie bei der Erfüllung all ihrer islamischen Pflichten unterstützen wird. Es ist wahrlich einzig dieses System, das es verdient, über dieses Land und all unsere muslimischen Länder zu herrschen! Daher rufen wir die Muslime Aserbaidschans dazu auf, dieses unterdrückerische säkulare System und Regime, das ihr Leben zur Qual macht, abzulehnen und ihre Unterstützung für die Errichtung der islamischen Führung, der Ordnung und der Herrschaft unter dem Kalifat, gemäß der Methode des Prophetentums, zu geben, welches der Hüter ihres Din sein wird.

Frauenabteilung
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