Sonntag, 28 Jumada al-awwal 1448 | 08/11/2026
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Zentrales Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir

H.  17 Jumada I 1448 No: 1448AH/064
M.  Mittwoch, 28 Oktober 2026

Presseverlautbarung

Wird die muslimische Umma es den Juden erlauben, ihre Pläne zur Annexion und Vertreibung durchzusetzen, ohne die Generalmobilmachung auszurufen?!

(Übersetzung)

     Die jüdische Armee setzt die Belagerung von al-Chalil (Hebron) und die Abriegelung der Stadtzufahrten fort. Dies ist Teil einer am Freitag, 23.10.2026, begonnenen Großoffensive, in deren Verlauf Bewohner vertrieben und Gebäude abgerissen wurden. Parallel dazu verschärfen sich die Restriktionen und Übergriffe im gesamten Westjordanland. Im Fokus der Operation in Hebron stehen die Stadtteile Deir Bahha und al-Jalda, ein Areal von rund 330 Dunam mit über 495 Wohneinheiten. Die Bewohner wurden von der Armee gezwungen, ihre Häuser zu räumen – ohne jegliche Angabe, wann sie zurückkehren können. In einem Update zu den neuesten Entwicklungen in der Stadt bis Sonntagnachmittag, dem 25.10.2026, gab die Stadtverwaltung von Hebron bekannt, dass 379 Familien gewaltsam vertrieben wurden, von denen 154 Familien obdachlos wurden und keinen sicheren Ort zum Verbleib haben. Die Zahl der Vertriebenen erreichte 2.456 Personen, darunter 171 Säuglinge, 27 Menschen mit Behinderungen und 159 Menschen mit chronischen Krankheiten. Die Operation umfasste auch den Abriss von fünf Gewerbe- und Industriegebäuden sowie eines dreistöckigen Wohngebäudes, zusätzlich zur Schließung der Ibrahimi-Moschee und dem Verbot von Gebeten und dem Gebetsruf (Adhan) dort, zusammen mit dem Aufgebot der Armee und ihrer Militärfahrzeuge in der gesamten Stadt.

     Das kriminelle Gebilde der Juden braucht keinen Vorwand, um seine Verbrechen an den Menschen des gesegneten Landes zu begehen. Die Erklärungen seiner Führungspersönlichkeiten bezüglich der Pläne zur Annexion und Vertreibung der Menschen aus dem Westjordanland sind öffentlich geworden, genau wie es in Gaza der Fall war. In den nördlichen Flüchtlingslagern Dschenin, Tulkarm und Nur Schams hat die Umsetzung dieses Plans bereits begonnen. Nun wird offen angekündigt, das sogenannte „Dschenin-Modell“ auch auf Hebron zu übertragen.

     Dieses kriminelle Gebilde verfolgt eine Politik der Kollektivstrafe gegen das Volk des gesegneten Landes und nutzt jedes Ereignis oder jede Operation, die stattfindet, als Vorwand. Durch installierte Tore an den Zufahrten riegelt es Städte und Dörfer ab, trennt Regionen mit Checkpoints ab und macht die Menschen zu Insassen eines riesigen Gefängnisses. Straßen werden niedergewalzt, die Infrastruktur zerstört und Häuser durchsucht sowie verwüstet – begleitet von Berichten über die Beschlagnahmung von Bargeld, Goldschmuck und Wertsachen. Oft bleibt es nicht bei Durchsuchungen: Ganze Wohnhäuser werden geräumt, genau wie derzeit in Hebron.  Unter diesen extremen Sicherheits- und humanitären Bedingungen wird die Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten sowie der Zugang zu Krankenhäusern durch die Belagerung massiv erschwert. Hinzu kommen der Verlust von Existenz und Eigentum, anhaltende Bewegungsverbote, Festnahmen, Zerstörungen und die wachsende Sorge vor einer noch umfassenderen Vertreibung.

     Mit Militäreinsätzen, Repressionen, Landenteignungen und Hausabrissen auf der einen Seite sowie dem Schutz für wütende Siedlerbanden auf der anderen verfolgt dieses kriminelle Gebilde sein Ziel. Die Siedlerbanden brennen Eigentum nieder, greifen Menschen mit Schlägen sowie Schüssen an, roden Felder und Bäume, besetzen Land und bauen dort Siedlungen oder Verbindungstraßen. Durch diesen Druck sollen die Menschen zur Zwangsemigration aus Palästina getrieben werden – begleitet von Plänen zur Vertreibung nach Jordanien oder in Zeltlager in der Wüste und im Jordantal –, um so die biblischen Pläne und Visionen eines „Groß-Israel“ in die Tat umzusetzen.

     Ist nicht der Augenblick gekommen, in dem die muslimische Umma die Entmutigung und Tatenlosigkeit hinter sich lässt, sich gegen die kriminellen Machthaber erhebt und unter dem Ruf „La ilaha illa Allah“ und „Allahu Akbar“ voranrückt, um das gesegnete Land zu befreien und seinen Menschen beizustehen?!

     Werden die muslimische Umma und vor allem ihre Armeen tatenlos zusehen, wie die Pläne zur Annexion und Vertreibung umgesetzt werden, ohne die Generalmobilmachung auszurufen?!

     O muslimische Umma: Eilt zum Dschihad, um das Wohlgefallen Allahs zu erlangen und in diesem wie im nächsten Leben siegreich zu sein!

(يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا مَا لَكُمْ إِذَا قِيلَ لَكُمُ انْفِرُوا فِي سَبِيلِ اللَّهِ اثَّاقَلْتُمْ إِلَى الْأَرْضِ أَرَضِيتُمْ بِالْحَيَاةِ الدُّنْيَا مِنَ الْآخِرَةِ فَمَا مَتَاعُ الْحَيَاةِ الدُّنْيَا فِي الْآخِرَةِ إِلَّا قَلِيلٌ)

„O die ihr glaubt, was ist mit euch, dass, wenn zu euch gesagt wird: „Rückt aus auf Allahs Weg!“, ihr euch schwer zur Erde sinken lasst? Seid ihr mit dem diesseitigen Leben mehr zufrieden als mit dem Jenseits? Aber der Genuss des diesseitigen Lebens wird im Jenseits nur gering (erscheinen).” [Surah At-Tauba:38].

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