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بسم الله الرحمن الرحيم
Im Namen Allahs des Allerbarmers des Barmherzigen
Nachricht und Kommentar
Europa und das Tauziehen mit den USA
Nachricht:
Die Äußerung des US-Präsidenten Donald Trump über einen möglichen Austritt der Vereinigten Staaten aus der NATO hat in Europa deutliche Reaktionen hervorgerufen. Die europäischen Staaten bekräftigten dabei einhellig ihr Bekenntnis zu dem Bündnis, das als militärisches Verteidigungsbündnis gegründet worden sei und nicht dazu diene, das Völkerrecht zu verletzen. (Aljazeera Net)
Kommentar:
Die drohenden Aussagen Trumps dienen offenbar weniger einem tatsächlichen Austritt aus der NATO, sondern vielmehr der Nutzung einer eskalierenden Rhetorik als Druckmittel in Verhandlungen. Ziel ist es, die Lasten innerhalb der NATO neu zu verteilen und das Bündnis von einem Partnerschaftsmodell hin zu einem Interessenbündnis oder sogar zu einer vollständigen Unterordnung unter die USA zu verschieben. Dies ist ein Ansatz, den die Europäer trotz aller sie umgebenden Risiken und trotz der zunehmenden Schwächeerscheinungen der europäischen Staaten weiterhin zurückzuweisen versuchen.
Europa zögert, sich direkt militärisch zu engagieren, da dies die NATO in eine Konfrontation mit einer weiteren Atommacht bringen und somit zu einer unkontrollierbaren Eskalation führen könnte. Daher betrachtet die NATO die gefährlichste Entscheidung nicht einen Austritt, sondern vielmehr den Eintritt in einen Krieg.
Sie setzen daher auf einen Stellvertreterkrieg, das heißt, sie leisten indirekte militärische Unterstützung – Waffen, Ausbildung und Ähnliches. Aus ihrer Sicht schwächt dies den Gegner und vermeidet gleichzeitig einen umfassenden Krieg, den sie unbedingt verhindern wollen. Mit anderen Worten: Vorteile erzielen, ohne den Preis dafür zu zahlen.
Die europäischen Differenzen sind dabei erheblich. Die Staaten in Osteuropa vertreten eine deutlich härtere Linie, während die westeuropäischen Länder eher vorsichtig agieren. Zwischen Ost- und Westeuropa bestehen starke Unterschiede hinsichtlich der Abhängigkeit von Energie, der geografischen Lage und der Nähe oder Entfernung zur Gefahrenzone, ebenso in Bezug auf gesellschaftliche Prägungen sowie politische und militärische Möglichkeiten und Zielsetzungen.
Generell besteht in Europa die Auffassung, dass ein langer Krieg sehr kostspielig ist und Staaten auslaugt, ohne garantierte Ergebnisse zu liefern. Daher agiert Europa stark unter dem Druck der öffentlichen Meinung und unter ständiger Berücksichtigung wirtschaftlicher Krisen. Hinzu kommt ein Unterschied in den Prioritäten zwischen den USA und Europa: Europa betrachtet die Gefahr durch Russland als deutlich bedeutender als die Bedrohung durch China, im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten.
Europa betrachtet den Iran zudem nicht als direkte Bedrohung für die NATO als Bündnis. Es wird argumentiert, dass die eigentlichen Kriegshandlungen von den USA und dem zionistischen Gebilde ausgegangen seien, während der Iran kein NATO-Mitglied direkt angegriffen habe. Daher wird der aktuelle Konflikt eher als regionaler denn als atlantischer Konflikt eingeordnet.
Die USA zwingen Europa dabei nicht unmittelbar zum Kriegseintritt, erhöhen jedoch die Kosten für die Nichtteilnahme und senken zugleich die Kosten einer Beteiligung.
Europa befindet sich heute in einer Abwägung zwischen Risiken und Nutzen, wobei es die Risiken als größer einschätzt und versucht daher, sich einer Eskalation so weit wie möglich zu entziehen. Auch innerhalb der NATO handelt es sich bislang nicht um ein reines Befehl-und-Gehorsam-Verhältnis, sondern um ein Gefüge aus Interessenbalance und gegenseitigem Druck. Sollten die USA jedoch erfolgreich Druck auf die NATO-Staaten ausüben – durch eine Mischung aus Abschreckung und Anreizen –, könnten sie diese möglicherweise in einen Krieg hineinziehen oder zumindest die inneren Lager spalten zwischen Befürwortern und Gegnern eines solchen Vorgehens.
Es ist eine Gelegenheit, unsere Lage zu ändern und mit denjenigen zusammenzuarbeiten, die handeln, sowie mit den Trägern des Projekts des Islam, um das Wohlgefallen Allahs zu erlangen und einen Staat des Kalifats zu errichten, in dem unsere Würde liegt. Allah (t) sagt:
(إِنَّ اللَّهَ لَا يُغَيِّرُ مَا بِقَوْمٍ حَتَّىٰ يُغَيِّرُوا مَا بِأَنفُسِهِمْ)
Gewiss, Allah ändert den Zustand eines Volkes nicht, bis sie das ändern, was in ihnen selbst ist. (13:11)



