Donnerstag, 24 Sha'aban 1447 | 12/02/2026
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بسم الله الرحمن الرحيم

Im Namen Allahs des Erbarmungsvollen des Barmherzigen

Abschlusserklärung der Konferenz von Hizb-ut-Tahrir / wilāya Libanon vor dem Hintergrund des tragischen 105. Jahrestages der Zerstörung des Kalifats:

„Normalisierung und Unterwerfung oder das Versprechen Allahs und der Staat des Islam?!“

(Übersetzt)

Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten – ein reichhaltiges, reines und gesegnetes Lob. Alles Lob gebührt Allah,

﴿مَالِكَ الْمُلْكِ تُؤْتِي الْمُلْكَ مَن تَشَاء وَتَنزِعُ الْمُلْكَ مِمَّن تَشَاء وَتُعِزُّ مَن تَشَاء وَتُذِلُّ مَن تَشَاء بِيَدِكَ الْخَيْرُ إِنَّكَ عَلَىَ كُلِّ شَيْءٍ قَدِيرٌ

Herr der Herrschaft, Du gibst die Herrschaft, wem Du willst, und Du entziehst die Herrschaft, wem Du willst. Du machst mächtig, wen Du willst, und Du erniedrigst, wen Du willst. In Deiner Hand ist (all) das Gute. Gewiss, Du hast zu allem die Macht. (3:26)

Frieden und Segen seien auf der entsandten Barmherzigkeit, Muḥammad, und seiner reinen Familie. Als Allah der Allmächtige seinen Sieg gewährte, unterwarfen sich ihm die Araber, der Thron von Herakleios wurde zertrümmert und das Feuer von Chosrau erlosch innerhalb eines Jahrzehnts oder nur wenig mehr. Möge Allah wohlzufrieden sein mit seinen illustren und edlen Gefährten, die selbst in den dunkelsten Zeiten an der Herrschaft Allahs festhielten, woraufhin Allah sie begünstigte und sie zu Nachfolgern und Führern machte:

﴿وَجَعَلْنَا مِنْهُمْ أَئِمَّةً يَهْدُونَ بِأَمْرِنَا لَمَّا صَبَرُوا وَكَانُوا بِآيَاتِنَا يُوقِنُونَ

Und Wir bestellten unter ihnen Vorbilder, die (sie) nach Unserem Befehl leiteten, als sie sich standhaft gezeigt halten und von Unseren Zeichen überzeugt waren.(32:24)

Die Vorherrschaft der Muslime und ihr Zustand in Ehre hielt über dreizehnhundert Jahre an, bis ihr Kalifat am 28. Raǧab 1342 n. H., entsprechend dem 3. März 1924 n. Chr., zerstört wurde. Seitdem ist die Umma zu bittstellenden Waisen an den Tischen der Mächtigenverkommen, zum Spielball fremder Mächte,der hin- und hergeworfen wird von den großen und mächtigen Staaten. So wurden ihre Länder zu dem, was ihr heute seht: Eine Herrschaft dummdreister Machthaber(ruwaibiḍa), jener Vasallen und Agenten des Westens, die Palästina für einen geringen Preis verkauften und ihm keinerlei Achtung schenkten. Dann schlossen sie darüber Frieden mit den Feinden Allahs und ihren eigenen Feinden und überließen das Volk Palästinas der offenen Schlachtung, Tag und Nacht, auf dem Altar der Juden, mit den USA in ihrem Rücken.

Was die Vereinigten Staaten betrifft – so strotzen sie nur so vor Arroganz und Dünkel–, so glaubte es während der ersten und zweiten Präsidentschaft Trumps, in der Lage zu sein, der Region durch die sogenannten „Abraham-Abkommen“ einen Frieden aufzuzwingen. Es behauptete, eine gemeinsame Basis zwischen den Religionen der Region zu schaffen: dem Islam, der wahren Religion, sowie dem Judentum und dem Christentum nach ihrer Verfälschung, um sie zu einer falschen Mischung von Gesetzen zu verschmelzen. Danach begann es, regelrechten Bandenterror auf der Welt auszuüben: hier das Verhaften eines Staatsoberhauptes, dort die Drohung, das Land eines anderen Staates zu beschlagnahmen; das Bestreben, das Feuer im Südlibanon und in Gaza zu löschen, weil es diese als Wirtschafts- und Touristenzonen für seine Bürger und Soldaten begehrt und Unmoral an ihren Küsten ermöglichen will; und das Wiederentfachen des Kriegsfeuers im Jemen durch seine Agenten, weil es nach dem seltenen Mineralreichtum von Hadramaut lechzt. Die schändliche Liste an Untaten der USA ließe sich endlos fortsetzen.

Jawohl, wir sprechen vom selben Amerika, das die Karawane der Normalisierung und Unterwerfung in der Region anführt. Die dummdreisten Herrscher in der islamischen Welt erniedrigen sich vor ihm, um ihre Throne und ihren Reichtum zu bewahren – und noch davor sich selbst. Die Stimmen verstummen, bis auf sehr wenige, die immer noch an den Illusionen des Nationalismus und den Überresten von veraltetem Nationalismus und Kommunismus festhalten. Doch ihre Schreie verhallen in einem anderen Tal als dem der islamischen Umma, nachdem die Haltlosigkeit all dieser Ideologien längst offengelegt wurde.

Es ist eine islamrechtliche Verpflichtung, also eine Verpflichtung, die uns von Allah dem Allmächtigen auferlegt wurde, dass aus den Bewegungen, Gruppen und Zusammenkünften welche hervorkommen, die das Rechte gebieten und das Unrecht verbieten. Und auch macht unsere gegenwärtige Realität unabdingbar, dass sich diese mit den regionalen und internationalen politischen Dynamiken auseinandersetzen, sie verstehen, sich für einen tatsächlichen Wandel einsetzen und danach streben, dem Pfad der Normalisierung und Unterwerfung entschieden entgegenzutreten. Sie müssen all jene bekämpfen, die auf diesem Pfad wandeln, und zwar indem sie ihren Standpunkt deutlich vertreten ohne dabei den Tadel des Tadelnden zu fürchten. So ist Allah wohlzufrieden mit ihrem Beistand für Ihn und gewährt ihnen gewiss den Sieg:

﴿يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا إِن تَنصُرُوا اللَّهَ يَنصُرْكُمْ وَيُثَبِّتْ أَقْدَامَكُمْ

O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr Allah(s Sache) helft, hilft Er euch und festigt eure Füße. (47:7)

Aus diesem Grund trägt unsere Konferenz den Titel „Normalisierung und Unterwerfung oder das Versprechen Allahs und der Staat des Islam?!“, in Konfrontation mit dem amerikanischen Plan für einen neuen Nahen Osten.

Die Konferenz artikulierte durch ihre Reden klar und deutlich ihre Position zu dieser entscheidenden Frage. Die Worte wurden miteinander verwebt, um die Vision und Haltung der Partei durch ihre Vertreter aus dem Libanon, Syrien, der Türkei und Gaza darzustellen. Diese Aktionen wurden als Schritte auf dem Weg zur Erreichung des Ziels bekräftigt; dass die Fähigkeiten und Ressourcen innerhalb der Umma im Allgemeinen und in den Ländern der Levante im Besonderen vorhanden sind; dass die Umma bereit ist für einen Wandel auf der Grundlage des Islam; und dass jene, die der Härte und den Wunden des maroden Assad-Regimes trotzten, so Allah will, die Kraft besitzen, diesen Weg zu Ende zu gehen – selbst wenn die Phase der Tyrannei und Zwangsherrschaft noch eine Zeit lang andauern mag. Sie handeln dabei eingedenk des Wortes unseres Herrn, des Allmächtigen, Der sprach:

﴿وَلاَ تَيْأَسُواْ مِن رَّوْحِ اللّهِ إِنَّهُ لاَ يَيْأَسُ مِن رَّوْحِ اللّهِ إِلاَّ الْقَوْمُ الْكَافِرُونَ

Und gebt nicht die Hoffnung auf das Erbarmen Allahs auf. Es gibt die Hoffnung auf das Erbarmen Allahs nur das ungläubige Volk auf. (12:87)

Die Türkei bietet heute ein lebendiges Beispiel für die Fähigkeit der Arbeitenden, den Säkularismus in Richtung des Kalifats zu überwinden, wenn die Autorität jenen anvertraut wird, die ihren dīn repräsentieren. Der Libanon bezeugt inmitten all seiner Tragödien und Spannungen vor der gesamten Welt: Das Versprechen Allahs und Sein Staat sind das einzig Erhabene – sie werden über die Pläne und die Arroganz Amerikas gewiss triumphieren. Und dann folgt die verwundete, leidgeprüfte Botschaft aus Gaza, gezeichnet mit Linien aus Blut und Märtyrertum, die demonstriert, dass selbst geringe Fähigkeiten den gewaltigsten Mächten entgegentreten können; denn die Sache liegt bei den Männern hinter der Waffe, nicht in der Waffe selbst. Die aktuelle Lage lässt sich ganz einfach mit den folgenden Worten zusammenfassen: Das Projekt des Islam und seines Staates, des Kalifats, steht den Projekten der amerikanischen Hegemonie gegenüber, an deren Seite die korrupten Herrscher der muslimischen Länder stehen.

Abschließend bekräftigt Hizb-ut-Tahrir / wilāya Libanon folgende Punkte:

Erstens:Der amerikanische Plan für die Region ist kein kumulativer Prozess temporärer Politiken oder reaktiver Antworten auf Krisen, sondern ein integriertes strategisches Projekt der Dominanz, das militärische, politische, ökonomische und ideologische Dimensionen vereint und mit einer langfristigen Denkweise geführt wird, die darauf abzielt, die Region zu kontrollieren und jede wirklich grundlegende Transformation in ihrer politischen Struktur zu verhindern.

Zweitens:Die Partei identifiziert die Kernsäulen dieses Plans wie folgt: Die Festigung des zionistischen Raubgebildes als fortgeschrittene Basis für westliche Interessen und die Garantie seiner qualitativen militärischen und politischen Überlegenheit; die Verhinderung der Etablierung politischer Einheit für die islamische Umma; die Verewigung der Abhängigkeit durch Finanzinstitutionen, Hilfeleistungen und Sanktionen; sowie die Bekämpfung des sogenannten politischen Islam, während man zeitgleich versucht, den Menschen die „Abrahamitische Religion“ als Ersatz für den Islam und seine allumfassende Idee aufzuzwingen.

Drittens:Das Engagement auf Wegen, die von den Vereinigten Staaten beworben werden – völlig unabhängig davon, ob sie sie als Befriedung, Reform, oder alsWeg hin zur Neutralität oder Stabilität bezeichnen –, bleibt nichts weiter als Krisenmanagement im Rahmen des amerikanischen Projekts und führt nicht zu realer Befreiung oder der Wiederherstellung unsererHandlungsfähigkeit.

Viertens: Aus dieser Perspektive heraus präsentiert Hizb-ut-Tahrir das Kalifat gemäß der Methode des Prophetentums als die umfassende politische Alternative – nicht als emotionale Reaktion oder nostalgische Sehnsucht, sondern als integriertes Regierungssystem.

Fünftens: Die Errichtung des Kalifats ist nicht die Aufgabe isolierter Eliten, sondern ein Projekt der Umma, beginnend mit dem Aufbau eines politischen Bewusstseins, der Offenlegung der Natur des vorherrschenden Konflikts, der Klarstellung von Konzepten und nicht zuletzt organisierter politischer Arbeit mit der Umma und den Leuten der Macht, um die Herrschaft durch das zu etablieren, was Allah als Offenbarung herabgesandt hat.

Sechstens:Die Länder der Levante, insbesondere das gesegnete Land (Palästina), der Libanon und Syrien, nehmen eine zentrale Position in den amerikanischen Kalkulationen ein, nicht nur aufgrund ihrergeographischen Lage, sondern aufgrund ihrer direkten Verbindung zur Sicherheit des Zionistengebildes und ihrer zivilisatorischen und politischen Tiefe für die islamische Umma.

Siebtens:Ein Wechsel der Werkzeuge bedeutet keinen Wechsel der Ziele, und die Wiedereingliederung irgendeines Staates in das sogenannte „internationale System“ unter amerikanischen Bedingungen festigt nur die Abhängigkeit. Niemals kann auf diesem Wege eine Form der Unabhängigkeit erreicht werden.

Wir hätten uns gewünscht, dass Vertreter der Partei aus fast fünfundvierzig Ländern an dieser Konferenz hätten teilnehmen können – allen voran der amīr von Hizb-ut-Tahrir, der bedeutende Gelehrte ʿAṭāʾ bin Ḫalīl Abū ar-Rašta – damit Amerika sich selbst gegenüber von gewaltigen Bergen sähe, die seinem unheilvollen Projekt trotzen. Doch künstliche Grenzen, Ländereien und Sicherheitsmaßnahmen haben uns getrennt. Wir bitten Allah, dass das nächste Treffen bald in einem Land der Ehre – im zweiten rechtgeleiteten Kalifat gemäß dem Plan des Prophetentums – stattfinden möge, sodass diese Schmerzen, Schwierigkeiten,Konferenzen und Standpunkte zu Erinnerungen werden, die ihr euren Kindern erzählt, so wie Ḫabbāb ibn al-Aratt und die Gefährten einst an ihre Leiden unter den Polytheisten im Schatten des ersten Islamischen Staates zurückdachten:

﴿وَاذْكُرُواْ إِذْ أَنتُمْ قَلِيلٌ مُّسْتَضْعَفُونَ فِي الأَرْضِ تَخَافُونَ أَن يَتَخَطَّفَكُمُ النَّاسُ فَآوَاكُمْ وَأَيَّدَكُم بِنَصْرِهِ وَرَزَقَكُم مِّنَ الطَّيِّبَاتِ لَعَلَّكُمْ تَشْكُرُونَ

Und gedenkt, als ihr wenige (Leute) wart, die im Lande unterdrückt wurden und befürchteten, daß die Menschen euch wegschnappen würden. Da gab Er euch Zuversicht, stärkte euch mit Seiner Hilfe und versorgte euch mit guten Dingen, auf daß ihr dankbar sein möget. (8:26)

Gesegnet sei euer Erscheinen und euer Streben! Möge Allah dies in das Buch eurer Taten als Licht, Beweis und Rettung am Tage der Auferstehung einschreiben und euch den Einzug in die höchsten Gärten des Paradieses gewähren – an der Seite der Propheten, der Gefährten, der tābiʿūn und all jener, die ihnen bis zum Tage des Gerichts in Rechtschaffenheit folgen:

﴿ثُلَّةٌ مِّنَ الْأَوَّلِينَ * وَقَلِيلٌ مِّنَ الْآخِرِينَ

Eine Menge von den Früheren und wenige von den Späteren (56:13-14)

Und unser letzter Bittruf lautet: Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten!

28 Raǧab 1447 n. H.                                                                                                Hizb-ut-Tahrir

17.01.2026 n. Chr.                                                                                                   wilāya Libanon

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