Media Office
Das zentrale Medienbüro
| H. 22 Ramadan 1447 | No: 1447AH/055 |
| M. Mittwoch, 11 März 2026 |
Presseverlautbarung
Der Iran wird über die USA durch ein Kalifat gemäß dem Plan des Prophetentums obsiegen, nicht durch das Festhalten am demokratischen System
(Übersetzt)
Der iranische Übergangsführungsrat hat Mojtaba Khamenei, den Sohn des ehemaligen Obersten Führers Ali Khamenei, durch einen Mehrheitsbeschluss des Expertenrats zum neuen Obersten Führer des Iran ernannt. Dies geschah im Nachgang der Ermordung seines Vaters am 28. Februar. Die Revolutionsgarden und die Streitkräfte schworen dem neuen Führer umgehend die Treue, während US-Präsident Donald Trump seine Wahl kategorisch ablehnte und mit einer amerikanischen Intervention drohte. Trump erklärte am Freitag, den 6. März, dass er persönlich in die Auswahl des nächsten iranischen Obersten Führers involviert sein wolle, da er die Aussicht, dass Mojtaba Khamenei die Nachfolge seines Vaters antrete, als ein inakzeptables Ergebnis betrachte.
Das Beharren des iranischen Regimes darauf, das demokratisch-republikanische System zu bewahren und die Herrschaft der Mullahs aufrechtzuerhalten, wird den Iran weder aus seiner Krise retten noch ihm zum Sieg über das Haupt des Unglaubens, Amerika, verhelfen. Würde der Iran jedoch das Kalifat gemäß dem Plan des Prophetentums als seine Regierungsform annehmen – jene fundamentale Pflicht, welche die Umsetzung aller anderen Gebote des Islam erst garantiert –, so wäre er aus mehreren Gründen imstande, den Sieg über die Vereinigten Staaten zu erringen:
1. Das System des Kalifats ist die einzig legitime Herrschaftsform im Islam. Durch sie erfolgt die Regierung nach allem, was Allah (t) herabgesandt hat. Es ist jenes Fundament, das die Einhaltung aller weiteren islamischen Pflichten sichert, und es ist das von der Scharia geforderte System, durch das Allah (t) den Sieg über Seine Feinde gewähren wird. Es wurde über Abū Ḥāzim überliefert, dass er sagte: „Ich saß fünf Jahre lang mit Abū Huraira zusammen und hörte ihn vom Propheten (s) überliefern, der sprach:
«كَانَتْ بَنُو إِسْرَائِيلَ تَسُوسُهُمْ الْأَنْبِيَاءُ كُلَّمَا هَلَكَ نَبِيٌّ خَلَفَهُ نَبِيٌّ وَإِنَّهُ لَا نَبِيَّ بَعْدِي وَسَيَكُونُ خُلَفَاءُ فَيَكْثُرُونَ»
„Das Volk Israel wurde von Propheten betreut; wann immer ein Prophet starb, folgte ihm ein anderer nach. Doch nach mir wird es keinen Propheten mehr geben, sondern es wird Kalifen geben, und sie werden viele sein.“
Da fragten sie ihn: „Was befiehlst du uns zu tun?”, woraufhin er (s) sprach:
«فُوا بِبَيْعَةِ الْأَوَّلِ فَالْأَوَّلِ أَعْطُوهُمْ حَقَّهُمْ فَإِنَّ اللَّهَ سَائِلُهُمْ عَمَّا اسْتَرْعَاهُم»
„Erfüllt die baiʿa (den Treueschwur) des jeweils Ersten, und gebt ihnen ihr Recht, denn Allah wird sie über das zur Rechenschaft ziehen, was Er in ihre Obhut gegeben hat.“ (Muslim)
2. Ein demokratisches System ist niemals islamisch, selbst wenn an seiner Spitze ein ʿālim, ein faqīh oder jemand steht, der den Koran auswendig gelernt hat. Ja selbst dann nicht, wenn sich diese demokratische Republik als „islamisch” bezeichnet. Was darüber entscheidet, ob ein System islamisch ist oder nicht, ist wie es regiert, sowie dessen Gesetze und Verfassung. Werden diese aus dem Buch Allahs (t) und der Sunna Seines Gesandten (s) abgeleitet, handelt es sich um ein islamisches System. Ist dies nicht der Fall, so fehlt ihm jegliche Legitimation durch den Islam. Das demokratisch-republikanische System ist nichts anderes als eine Form der säkularen Herrschaft, die den dīn vom Staat trennt. Es basiert auf dem Prinzip der „Regierung des Volkes, durch das Volk, für das Volk“, gekoppelt an die Gewaltenteilung, d.h. die Trennung von Exekutive (Präsident oder Kabinett), Legislative (Parlament) und Judikative. Die Verfassung definiert dabei die Befugnisse und Amtszeiten der jeweiligen Gewalt.
3. Zweifellos sind Männer, die den Koran auswendig gelernt haben, Bärte tragen und sich mit Turbanen schmücken, in den säkularen Regimen im Iran, in Ägypten, in der Türkei und in Pakistan in Machtpositionen aufgestiegen. Doch der Islam ist mit ihnen nicht an die Macht gelangt, noch wurde der folgende Vers jemals von ihnen in die Praxis umgesetzt:
﴿وَأَنْزَلْنَا إِلَيْكَ الْكِتَابَ بِالْحَقِّ مُصَدِّقًا لِمَا بَيْنَ يَدَيْهِ مِنَ الْكِتَابِ وَمُهَيْمِنًا عَلَيْهِ فَاحْكُمْ بَيْنَهُمْ بِمَا أَنْزَلَ اللَّهُ﴾
Und Wir haben zu dir das Buch mit der Wahrheit hinabgesandt, das zu bestätigen, was von dem Buch vor ihm (offenbart) war, und als Wächter darüber. So richte zwischen ihnen nach dem, was Allah (als Offenbarung) herabgesandt hat. (5:48)
Trotz der Machtübernahme durch Erdoğan und zuvor Necmettin Erbakan – beide haben den Koran auswendig gelernt, und Erdoğan ist weithin für seine Koranrezitationen bekannt – blieb die Türkei eine säkulare, turanistische und kemalistische demokratische Republik sowie ein Schlüsselmitglied der globalen Kreuzfahrerallianz namens NATO. Auch der Aufstieg von Ahmed Al-Scharaa, dem bärtigen Koranrezitator, änderte nichts am demokratisch-republikanischen Regierungssystem in Syrien. Tatsächlich blieb sogar der Name des Regimes unangetastet; nicht einmal eine formale Umbenennung von „demokratischer Republik“ zu beispielsweise „islamischer Republik“ fand statt. Ebenso wenig hisste Al-Scharaa, der sich zuvor unter der nisba Al-Dschaulani einen Namen machte, das Banner oder die Flagge des Propheten (s), derer er sich noch bedient hatte, bevor er den Präsidentenpalast erreichte, aus dem heraus zuvor sein alawitischer Vorgänger Baschar al-Assad herrschte. Ein gleiches Bild zeigte sich bei Mursi in Ägypten. Auch er war ein Koranrezitator, der an die Macht gelangte, doch seine erste Amtshandlung bestand darin, vor den Augen von Millionen einen feierlichen Eid auf die Wahrung des säkularen, demokratisch-republikanischen Systems und der ägyptischen Verfassung von 1973 abzulegen. Im Anschluss schritt er zur Tat und setzte diesen Eid in die Realität um. So erklomm der Koranrezitator zwar die Macht, doch der Koran stieg nicht mit ihm auf. Gleiches gilt für Feldmarschall Asim Munir, den Befehlshaber der schlagkräftigsten Armee in der islamischen Welt, der bewaffneten Streitkräfte von Pakistan. Er trägt den Beinamen „Ḥāfiẓ“, was ihn als jemanden ausweist, der den Koran auswendig kennt. Dennoch motivierte ihn diese Kenntnis des Korans nicht im Geringsten dazu, auch nur einen einzigen der darin enthaltenen Verse bezüglich des ǧihād in die Tat umzusetzen. Weder unterstützte er die Muslime noch den Islam. Vielmehr ließ Asim Munir die Unterdrückten in Gaza, die ihn um Hilfe anflehten, ebenso im Stich, wie er die Bevölkerung Kaschmirs verriet, die seit Jahrzehnten von Hindus besetzt ist. Stattdessen führte er willfährig amerikanische Befehle aus, um muǧāhidīn unerbittlich zu jagen und zu töten, ganz gleich, wo sie sich befanden oder verbargen.
4. Der anhaltende Krieg zwischen dem Iran, den USA und dem zionistischen Gebilde hat schonungslos offengelegt, dass die amerikanisch-zionistische Front weitaus schwächer ist, als es sich viele ausgemalt hatten. Der Krieg – von dem Amerika fälschlicherweise annahm, er würde sich auf eine rasche Militäroperation beschränken, um das Regime zu stürzen und durch eine Marionettenregierung zu ersetzen, ähnlich wie in Venezuela – entpuppte sich als ein Konflikt, der weder ein baldiges Ende in Sicht hat noch so verläuft, wie Amerika es geplant oder erhofft hatte. Doch wo liegen auf der anderen Seite die Grenzen der Ambitionen des iranischen Regimes? Sie reichen nicht weiter als bis zu einem Waffenstillstand und der Rückkehr zum Nullpunkt: neuen Verhandlungen und der fortgesetzten Entmachtung des Landes, einschließlich der Preisgabe seines Nuklearprogramms und seiner strategischen Waffen. Amerika wird dem Regime weiterhin auflauern und systematisch an seiner Schwächung arbeiten, bis es vollends in die Falle der absoluten Unterwerfung tappt. So wird Washington am Verhandlungstisch wieder einmal jenen Sieg einfahren, der ihm auf dem Schlachtfeld stets verwehrt blieb.
5. Die Transformation des demokratisch-republikanischen Systems im Iran hin zu einem Kalifat ist für die islamische Umma – den Iran eingeschlossen – der einzige Weg, um den Sieg über die USA zu erringen. Das Kalifat wird ausnahmslos mit all dem regieren, was Allah (t) herabgesandt hat. Es wird die Grenzen zu sämtlichen islamischen Ländern öffnen – insbesondere zu den angrenzenden –, zur bedingungslosen Vereinigung unter ihnen aufrufen und die Generalmobilmachung zum ǧihād auf dem Wege Allahs (t) gegen Amerika und das zionistische Gebilde ausrufen. Durch ihr Kalifat wird die Umma zu einer furchteinflößenden Macht aufsteigen, die mühelos imstande ist, die amerikanischen Flotten auf hoher See zu versenken und Amerika in die Isolation hinter jene Ozeane zurückzudrängen, die es vom Rest der Welt trennen – zumal seine europäischen Verbündeten in der westlichen Kreuzfahrerallianz es längst im Stich gelassen haben. An diesem Wendepunkt wird das Kalifat als unangefochtene Macht auf der internationalen Bühne stehen, die islamische Welt allein nach den Gesetzen Allahs (t) regieren und Dominanz über den gesamten Globus etablieren. Ohne diese Option wird die iranische Regierung niemals siegreich aus diesem Krieg hervorgehen. Der Kampf der Umma auf dem Wege Allahs (t), geführt mit dem alleinigen Ziel, Sein Wort zum höchsten zu machen, ist der einzige Garant, um jenen Sieg zu erringen, der die Herzen eines gläubigen Volkes heilen wird. Allah (t) sprach:
﴿قَاتِلُوهُم يُعَذِّبْهُمُ اللَّهُ بِأَيْدِيكُمْ وَيُخْزِهِمْ وَيَنصُرْكُمْ عَلَيْهِمْ وَيَشْفِ صُدُورَ قَوْمٍ مُؤْمِنِينَ﴾
Kämpft gegen sie! Allah wird sie durch eure Hände strafen, sie in Schande stürzen, euch zum Sieg über sie verhelfen und die Brüste von gläubigen Leuten heilen!(9:14)
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