Sonntag, 20 Jumada al-thani 1443 | 23/01/2022
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Zentrales Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir

H.  19 Rabi' II 1443 No: 1442AH/017
M.  Mittwoch, 24 November 2021

 Presseverlautbarung

Afghanistans Kinder verhungern, während die internationale Gemeinschaft auf dem Rücken der Kinder Politik betreibt

Nach Angaben der Vereinten Nationen steht Afghanistan kurz davor, weltweit die schlimmste humanitäre Krise zu entwickeln. Die Hälfte der Bevölkerung leidet unter akutem Hunger, wie es ihn in dieser Form noch nie gegeben hat. Grund dafür ist eine Kombination aus schwerer Dürre, den Folgen von zwei Jahrzehnten westlicher Besatzung, dem Einbehalt humanitärer Hilfe durch die internationale Gemeinschaft und dem Einfrieren von Regierungsgeldern in Milliardenhöhe durch die amerikanische Regierung nach der Übernahme des Landes durch die Taliban im August. David Beasley, Exekutivdirektor des Welternährungsprogramms (WFP), erklärte, dass 95 % der Menschen nicht genug zu essen haben, und dass fast 23 Millionen Afghanen vom Hungertod bedroht sind, da die Ernährungssicherheit einfach zusammengebrochen ist. Er beschrieb die Situation des Landes als „Countdown zur Katastrophe“ und als „Hölle auf Erden“. Zudem sind 14 Millionen Kinder vom Hungertod bedroht. Das Welternährungsprogramm (WFP) und UNICEF warnten, dass ohne sofortige lebensrettende Maßnahmen 1 Million Kinder an schwerer akuter Unterernährung zu sterben drohten. Viele sind bereits schwer unterernährt und haben nur noch Brotkrümel zu essen.  Angesichts der bevorstehenden harten Wintermonate wird sich die verheerende Lage unserer Ummah in Afghanistan voraussichtlich noch weiter verschlechtern.

Die humanitäre Krise wurde dadurch verursacht, dass die internationale Gemeinschaft, die Weltbank und der IWF rücksichtslos und herzlos Milliarden von Dollar für dieses von Hilfsgeldern abhängige Land aussetzten und die amerikanische Regierung der neuen Führung den Zugang zu den Währungsreserven des Landes in Höhe von 10 Milliarden Dollar verwehrte. Die  Bevölkerung steht somit ohne Bargeld da, was die Wirtschaft, die Gesundheitsversorgung und andere öffentliche Dienstleistungen zerstört hat. Damit soll Druck auf die Taliban-Regierung ausgeübt werden, damit sie einen Islam implementiert, der mit den säkular liberalen Ideen des Westens vereinbar ist. Die westlichen Mächte und die internationale Gemeinschaft setzen daher Hunger und Hungertod als Mittel ein, um ihr politisches Ziel zu erreichen, welches sie während ihrer brutalen 20-jährigen Besatzung mit militärischen Mitteln nicht erreichen konnten, nämlich die Gewährleistung einer säkularen Regierungsform. Sie behaupten, dass sie an dem Wohlergehen und den Rechten von Frauen und Mädchen in Afghanistan interessiert sind. Jedoch handelt es sich um dieselben Frauen und Kinder, die aufgrund dieser wirtschaftlichen Strangulierung verhungern, keine medizinische Versorgung erhalten und keine positiven Aussichten haben. Laut Human Rights Watch betrifft Afghanistans Finanzkrise vor allem Frauen und Mädchen, die unverhältnismäßig großen Hindernissen ausgesetzt sind, wenn es um die Beschaffung von Nahrungsmitteln, medizinischer Versorgung und finanziellen Mitteln geht.

Wir sagen zu unseren Brüdern der Taliban: Diese sich vor euren Augen abspielende humanitäre Katastrophe ist das unmittelbare Ergebnis der Abhängigkeit von ausländischen Mächten und Institutionen in Bezug auf Hilfe und Unterstützung. Es sind Organisationen wie die UNO, die unaufhörlich den Untergang von Ländern wie Afghanistan verkünden, während es ihre mächtigen Mitgliedsstaaten sind, die dieses Elend über die Nationen bringen. Ihre Hilfszusagen bedeuten nichts und sind nur an islamfeindliche Bedingungen und Agenden geknüpft. Was haben 20 Jahre internationale Hilfe in Afghanistan bewirkt, außer einer kaputten Wirtschaft und einem Staat, der von Hilfe abhängig ist und der weltweit mit den meisten Hungernden den zweiten Platz einnimmt - und jetzt den ersten Platz belegen kann? Solange nicht die umfassenden islamischen Ideen in dem System des Kalifats in Afghanistan und der muslimischen Welt umgesetzt werden, die das säkulare „Modell des Nationalstaates“ ablehnen, das zu Schwäche und Abhängigkeit von ausländischen Staaten führt, sind Afghanistan und diese Region zu einer Zukunft mit ständiger Instabilität, Wirtschaftskrisen und humanitären Katastrophen verdammt. Das Land wird so immer unter der Macht fremder Mächte stehen, deren Diktat unterworfen sein und der Gnade von Feinden ausgeliefert sein. Allah (swt) sagt: ﴿فَإِمَّا يَأْتِيَنَّكُم مِّنِّي هُدًى فَمَنِ اتَّبَعَ هُدَايَ فَلَا يَضِلُّ وَلَا يَشْقَى * وَمَنْ أَعْرَضَ عَن ذِكْرِي فَإِنَّ لَهُ مَعِيشَةً ضَنكًا وَنَحْشُرُهُ يَوْمَ الْقِيَامَةِ أَعْمَى„Doch wenn dann von Mir Rechtleitung zu euch kommt, dann wird derjenige, der Meiner Rechtleitung folgt, nicht irregehen und nicht unglücklich sein. Wer sich aber von Meiner Ermahnung abwendet, der wird ein beengtes Leben führen, und Wir werden ihn am Tag der Auferstehung blind (zu den anderen) versammeln.“ [Ta-Ha: 123-124].

Dr. Nazreen Nawaz
Leiterin der Frauenabteilung im Zentralen Medienbüro von Hizb ut Tahrir
المكتب الإعلامي لحزب التحرير
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