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Zentrales Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir

H.  23 Safar 1448 No: 1448AH/024
M.  Donnerstag, 06 August 2026

Presseverlautbarung

Nationalismus als Geißel: Rohingya-Kinder in Malaysia verlieren Schule und Zuhause

(Übersetzung)

Ein sprunghafter Anstieg von Hassreden, Falschinformationen und entmenschlichenden Darstellungen im Internet, die sich in den letzten Monaten gegen muslimische Rohingya-Flüchtlinge in Malaysia richteten, hat zur Schließung von mindestens neun Rohingya-Schulen im ganzen Land geführt. Die Schulen wurden entweder aufgrund von Drohungen und Schikanen gegen Rohingya-Kinder oder auf Veranlassung der Behörden nach Forderungen der Öffentlichkeit in den sozialen Medien geschlossen. Diese Zunahme der anti-Rohingya-Stimmung hat vielen Rohingya-Kindern den Zugang zu Bildung verwehrt und dazu geführt, dass viele andere Angst haben, den Unterricht zu besuchen oder gar ihr Zuhause zu verlassen. In einigen Online-Beiträgen wurde zu Gewalt gegen Rohingya, einschließlich ihrer Kinder, aufgerufen; so wurde gefordert, Rohingya-Flüchtlinge „in einen Raum zu sperren und in Brand zu setzen“, sie zu „vergewaltigen“, sie „wie Krähen zu erschießen“ und „die Frauen zu sterilisieren“. Eine Online-Kampagne, die die Ausweisung von Rohingya-Flüchtlingen aus Malaysia forderte, sammelte fast eine halbe Million Unterschriften. All dies erinnert an die genozidalen und entmenschlichenden Hetzreden, denen die Rohingya in Myanmar ausgesetzt waren und die dazu führten, dass Tausende getötet wurden und Hunderttausende aus ihrer Heimat flohen.

Es ist das giftige Konzept des Nationalismus, das einen so intensiven und irrationalen Hass gegenüber einer verfolgten muslimischen Gemeinschaft antreibt und schürt, deren einziges Vergehen darin besteht, in einem benachbarten muslimischen Land Zuflucht vor einem Genozid zu suchen. Diese giftige, schädliche Überzeugung, über die unser Prophet (saw) sagte: „دَعُوهَا فَإِنَّهَا مُنْتِنَةٌ“ „Lasst es, es ist widerwärtig“, führt dazu, dass unterdrückte Muslime mit einer anderen ethnischen Zugehörigkeit oder Herkunft wie Ausgestoßene und Kriminelle behandelt werden und ihre Kinder von ihren eigenen muslimischen Brüdern und Schwestern schikaniert, bedroht und aus ihren Schulen und Häusern vertrieben werden, anstatt Schutz, Unterstützung, angemessene Unterkünfte, eine gute Bildung und ein würdiges Leben zu erhalten. Am 27. Juli nahmen malaysische Behörden über 100 muslimische Rohingya-Flüchtlinge fest, die im UNHCR-Büro Zuflucht suchten, nachdem sie von Anwohnern in Penang aus ihren Häusern vertrieben worden waren, die das Gebiet zur „Rohingya-freien Zone“ erklärt hatten. Malaysia, ein Land mit muslimischer Mehrheit, erkennt die Rohingya nicht einmal offiziell als Flüchtlinge an, stuft sie als illegale Migranten ein, verweigert ihnen Bürgerrechte – darunter das Recht auf Arbeit und das Recht ihrer Kinder, staatliche Schulen zu besuchen – und lässt die Gefahr einer Verhaftung ständig über ihnen schweben. Ein ähnlich herzzerreißendes Schicksal erleiden Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch, Indonesien und anderen Ländern.

All das ist beschämend und kriminell! Sagt Allah (swt) nicht: (إِنَّمَا الْمُؤْمِنُونَ إِخْوَةٌ) „Die Gläubigen sind eine einzige Gemeinschaft . . .“ [Al-Hujurat: 10] und (إِنَّ هَٰذِهِ أُمَّتُكُمْ أُمَّةً وَاحِدَةً وَأَنَا رَبُّكُمْ فَاعْبُدُونِ) „Diese Ummah ist eine einzige Ummah, und Ich bin euer Herr, so dient Mir.“ [Al-Anbiya: 92]?!! Und hat unser Prophet (saw) nicht gesagt: «الْمُسْلِمُ أَخُو الْمُسْلِمِ، لَا يَظْلِمُهُ وَلَا يَخْذُلُهُ وَلَا يَحْقِرُهُ» „Ein Muslim ist der Bruder eines Muslims. Er unterdrückt ihn nicht, er lässt ihn nicht im Stich und er verachtet ihn nicht.“ (Sahih Muslim)?!! Und hat er (saw) uns nicht gezeigt, wie Muslime ihre Brüder und Schwestern behandeln, die in ihr Land auswandern, als er die Ansar und die Muhajireen in Medina in einem Band muslimischer Brüderlichkeit vereinte, wobei die Ansar die Hälfte ihres Vermögens, ihrer Häuser und ihres Landes opferten, um den Flüchtlingen aus Mekka zu helfen?

Dieser traurige Zustand, von dem die Rohingya-Muslime, die in der Türkei Zuflucht suchenden uigurischen Muslime, die afghanischen Flüchtlinge in Pakistan und weltweit verfolgte Muslime betroffen sind, denen in muslimischen Ländern Asyl und ein Leben in Würde verwehrt wird, wird so lange andauern, wie wir als Ummah das Haram-Konzept des Nationalismus vertreten und solange wir von nationalistischen Regimen und Systemen regiert werden und an dem kolonial auferlegten Modell des Nationalstaats sowie an den nationalen Grenzen festhalten, die unsere Herzen und Gedanken spalten. Die verzweifelte Notlage muslimischer Flüchtlinge wird so lange bestehen bleiben, solange das Kalifat, gemäß der Methode des Prophetentums, in dieser Welt fehlt. Ein Staat, der der Beschützer aller Muslime ist, unabhängig von ihrer Rasse, ihrem Stamm, ihrer ethnischen Zugehörigkeit oder ihrer Nationalität. Ein Staat, der den Nationalismus ablehnt und der die muslimischen Länder vereinen und sie für alle unterdrückten Menschen öffnen wird, die Zuflucht suchen, ihnen die vollen Bürgerrechte und ein würdiges Leben gewährt, wie es Allah (swt) vorschreibt und wie es die Kalifen der Vergangenheit vorgelebt haben. So sandte beispielsweise Sultan Bayezid II. während der spanischen Inquisition seine Flotte aus, um die verfolgten Muslime und Juden Spaniens zu retten, und ließ Hunderttausende von ihnen in den Ländern des Kalifats ansiedeln.

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