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 Veröffentlicht am:

6. Ausgabe

1425 n. H. – 2004 n. Chr.

(autorisierte Ausgabe)

 

 

Inhaltsverzeichnis:
- Vorwort
- Einleitung zum Wirtschaftssystem
- Die Wirtschaft
- Die Arten des Eigentums
- Das Privateigentum
- Die Eigentumsgründe für Güter
- Der erste Eigentumsgrund
- Der zweite Eigentumsgrund
- Der dritte Eigentumsgrund
- Der vierte Eigentumsgrund
- Der fünfte Eigentumsgrund
- Die Verwendung des Vermögens
- Die Rechtssprüche bezüglich der Böden
- Handel und Auftragsfertigung
- Das Gesellschaftsrecht
- Die kapitalistischen Gesellschaften
- Die verbotenen Methoden zur Eigentumsvermehrung
- Das Recht, durch Unterhaltsleistung unZuteilungen über das Eigentum zu verfügen
- Das öffentliche Eigentum
- Das Staatseigentum
- Verstaatlichungen zählen weder zumöffentlichen noch zum Staatseigentum
- Die Schutzzonen (al-ḥimā) gehören zu den öffentlichen Einrichtungen
- Fabriken
- Das Schatzhaus (bait al-māl)
- Die Verteilung des Reichtums unter den Menschen
- Ar-Ribā und aṣ-ṣarf 
- Das Geld
- Der Außenhandel

24 DWI

 

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Buch Vorstellung:

Einleitung zum Wirtschaftssystem

In jeder Nation sind Ideen der bedeutendste Schatz, den es in seinem Dasein erlangen kann, wenn es sich um eine aufkeimende Nation handelt. Andererseits ist sie die größte Gabe, die eine Generation von der vorhergehenden erhalten kann, wenn die Nation im erleuchteten Denken eine lange Tradition besitzt.

Das materielle Vermögen hingegen, die wissenschaftlichen Entdeckungen, industriellen Erfindungen und Ähnliches haben einen weitaus geringeren Stellenwert als Ideen. Vielmehr hängt ihre Erlangung und Erhaltung von den Ideen ab.

Wenn der materielle Reichtum eines Volkes zerstört wird, kann es diesen schnell wiedererlangen, solange es seinen geistigen Reichtum bewahrt. Sollte aber der geistige Reichtum verschwinden und das Volk seinen materiellen Reichtum bewahren, so wird dieser schnell schrumpfen und das Volk schließlich in Armut verfallen. Die meisten der wissenschaftlichen Leistungen, die das Volk einst erzielte, können zurückgewonnen werden, solange es nicht seine Denkmethode verliert. Wenn dagegen die produktive Denkmethode verloren geht, würde es sich bald zurückentwickeln und seine Entdeckungen und Erfindungen verlieren. Daher ist es notwendig, sich zuerst um die Ideen zu kümmern. Basierend auf diesen Ideen und gemäß der produktiven Denkweise wird materieller Wohlstand erzielt und die Erreichung wissenschaftlicher Entdeckungen, industrieller Erfindungen und dergleichen angestrebt.

 

Ausschnitte aus dem Buch:

Die Wirtschaft

Der arabische Ausdruck iqtiṣād (Wirtschaft) ist von einem altgriechischen Wort abgeleitet und bedeutet die Verwaltung der Haushaltsangelegenheiten, indem die fähigen Haushaltsmitglieder sich gemeinsam um die Erzeugung der nützlichen Güter und den Vollzug von Dienstleistungen bemühen und alle Haushaltsmitglieder aus dem, was sie erwerben, Genuss ziehen. Später wurde der Haushaltsbegriff ausgedehnt, sodass damit das Kollektiv gemeint ist, das von einem Staat regiert wird.

Demzufolge ist mit dem Begriff iqtiṣād (Wirtschaft) hier nicht die sprachliche Bedeutung gemeint, nämlich sparen (arab. iqtaṣada), und auch nicht die Bedeutung von Vermö- gen (arab. māl) im Allgemeinen. Vielmehr meint man damit die konventionelle Bedeutung des Ausdrucks, nämlich das Verwalten der Vermögensangelegenheiten. Und zwar entweder durch die Vermehrung des Vermögens und die Gewährleistung seines Vorhandenseins, was die Wirtschaftswissenschaft untersucht, oder durch die Art und Weise seiner Verteilung, was im Wirtschaftssystem erörtert wird.

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