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بسم الله الرحمن الرحيم

Im Namen Allahs des Erbarmungsvollen des Barmherzigen

Nachricht- Kommentar

Jahrelange Propaganda und Angstmacherei seitens europäischer Regierungen haben die Sichtweise der Muslime unter den europäischen Bürgern verzerrt

Nachricht:

Die Sicht der dänischen Bevölkerung auf Integration ist verzerrt und realitätsfern. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie, die in Zusammenarbeit zwischen der dänischen Zeitung Mandag Morgen, dem dänischen Wissenszentrum für Integration und zwie Forschern der Universität Aalborg erstellt wurde. Die Umfrage basiert auf Interviews mit 2.015 Personen und wurde vom Forschungsinstitut YouGov durchgeführt.

In der Studie geht es um die Ansichten dänischer Wähler zu „nicht-westlichen“ Einwanderern in Bezug auf Bildung, Arbeitsplätze und Kriminalitätsraten. Dies sind einige der Parameter, die häufig verwendet werden, um ein verzerrtes Bild der Muslime im Westen zu präsentieren und zu der Propaganda beizutragen, die Muslime als unruhigen Teil der Gesellschaft darstellt. Drei von vier Befragten sind der Meinung, dass es „schlimmer“ ist, als die tatsächlichen Zahlen zeigen.

Kommentar:

Viele glauben, dass die Kriminalität unter Einwandern zunimmt, obwohl dies in krassem Gegensatz zur Realität steht. Unter den Teilnehmern aller Wähler verschiedener politischer Parteien bei den letzten Wahlen wurde angenommen, dass die Kriminalitätsrate unter Einwanderern im letzten Jahrzehnt im Durchschnitt um 20% gestiegen sei, was einer Vervierfachung der vorherigen Raten im Jahr 2012 entsprechen würde. Der Rückgang ist von 5,4% auf 3,5% zu verzeichnen. Bezogen auf die Zahl der sogenannten „nicht-westlichen“ Einwanderer in Dänemark gehen die Befragten davon aus, dass es im Durchschnitt 19% sind, während es in Wahrheit nur 9% sind.

Laut der Umfrage glauben die Befragten, dass Einwanderer in Bezug auf Arbeit und Bildung hinterherhinken, wenngleich zahlreiche Berichte und Studien aufzeigen, dass Muslime bei diesen Parametern Fortschritte machen. Dabei zeigte die Befragung, dass die meisten Befragten deutlich unterschätzen, wie viele Frauen mit Migrationshintergrund erwerbstätig und wie viele junge Menschen in Ausbildung sind.

Vor allem muslimische Frauen, die sonst fälschlicherweise als in ihren Häusern eingeschlossen dargestellt werden, zeigen außergewöhnliche Bildungsfortschritte. Trotzdem werden sie mit Stigmatisierung ihrer islamischen Werte und Kleidung sowie Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt konfrontiert. Sie sind Opfer einer Diskriminierung, die durch einen EU-Beschluss offiziell bestätigt wurde, der es ermöglicht, arbeitssuchende Frauen aufgrund ihrer islamischen Kleidung auszuschließen.

Selbst ein Großteil der Wähler, die in der Umfrage für die linken Parteien gestimmt haben, äußerten Haltungen und Wahrnehmungen, die im Gegensatz zu den Schlussfolgerungen aus offiziellen Zahlen und Statistiken in den genannten Bereichen stehen. Mit anderen Worten, dass verzerrte Bild ist bei den Wählern der sogenannten „muslimfreundlichen“ Parteien eingesickert und nicht nur bei den Wählern jener Parteien, deren Hass auf den Islam offenkundig ist.

Die langjährige Propaganda und der massive, negative Medienfokus sind ein gemeinsames Thema in allen europäischen Ländern und haben zu einem Anstieg der Islamfeindlichkeit und verzerrten Ansichten über den Islam und die Muslime unter den europäischen Bürgern beigetragen. Es ist eine der Hauptursachen für die Radikalisierung der Normalbürger und für fremdenfeindliche Tendenzen, bei der Hassverbrechen, Hassreden und Vorurteile gegenüber Muslimen weit verbreitet sind. Täglich werden Gesetze erlassen und eine Politik gegen den Islam und die Muslime beschlossen, die den sogenannten Werten der Freiheit und Toleranz, deren Vorreiter der Westen zu sein behauptet, widersprechen und diese untergraben.

Ein vom Europarat veröffentlichter Bericht vom Februar 2020 legt nahe, dass „Europa einer schockierenden Realität gegebübersteht: antisemitische, antimuslimische und andere rassistische Hassverbrechen nehmen alarmierend zu“. Die Rhetorik von Regierungen und Medien in ganz Europa unterstützt dies voll und ganz, ohne wirkliche Versuche zu unternehmen, es zu bekämpfen, da diese Regierungen selbst einer islamfeindlichen Politik mit Feindseligkeit gegenüber dem Islam und den Muslimen verpflichtet sind.

All die Lügen und Manipulationen über den Islam und die Muslime durch Politiker und Medien in Europa zeigen immer wieder, dass Muslime aus gutem Grund an ihrer islamischen Identität festhalten. Die europäischen Politiker haben den Muslimen nichts von kulturellem Wert zu bieten. Das einzige, was sie bieten, sind Verbote, Manipulationen und fragile Werte, die sie selbst verletzen und die ihren intellektuellen Bankrott entlarven.

Daher wird jeder Versuch, Muslime zur Assimilation zu zwingen und Muslime durch Lügen vom Islam zu entfremden, vergebliche Anstrengungen sein. In der Zwischenzeit werden mehr europäische Bürger die islamischen Werte und die islamische Kultur aufgeschlossen aktzeptieren und die westliche Kultur verwerfen, die sie sozial, wirtschaftlich, moralisch und intellektuell im Stich gelassen hat.

Geschrieben für das zentrale Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir
Younes Piskorczyk
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